Ein paar erinnern sich ja noch an den Antifa-Actionday in München: Am Ende der Demo begegneten einige Antifas dem lokalen Nazikader Roland Wuttke, der planlos mit seinem Auto in der Häberlstrasse herumkurvte. Auto wie Nazi wurden leicht lädiert, was eine lustigen Domino-Effekt auslöste: Der Fahrer des Fascholautis wollte ohne richtigen Polizeischutz nicht zum Auftaktort weiterfahren, weshalb ich der Lauti um Stunden verspätete. Das verschob den Start der Demo so weit nach hinten, dass sie ihre komplette Route in der angemeldeten Zeit nicht laufen konnten, und abbrechen mussten. Immerhin: Ihre Vitamine konnten sich die Faschos unterwegs noch abholen. Wir merken uns: Als erkennbarer Nazi in der Nähe von Antifas parken wollen führt zu Lack- und Personenschäden.
Was hat das mit Dresden zu tun? Wuttke hat sich nichts gemerkt:
Bildquelle: Recherche Nord. Ein Bild weiter sind Flyer zu erkennen die im Auto waren, und an denen die Faschokarre vermutlich als solche erkannt wurde.
Wuttke hat, wie er auf Altermedia schrieb, Dresdens Polizeichef angezeigt. Der hat den Aufruf zur Menschenkette unterstützt, und soll damit zu den Krawallen beigetragen haben. Der notorische Falschparker Wuttke zeigt ich so einmal mehr als beleidigte Leberwurst. Aus dem Text der Anzeige:
So wurde mein Fahrzeug Kennzeichen AIC-YA492, abgestellt in der Friedenstraße etwa 50 m von Polizeieinsatzfahrzeugen (Kennzeichen u.a. LSA-48921 und MD-30017) entfernt, „entglast“ und umgeworfen. Anwohner berichteten, daß die Polizeikräfte keine Anstalten machten, dagegen einzuschreiten.
Wuttke wäre nicht Wuttke, würde er nicht überall eine Verschwörung gegen sich wittern. Er wäre aber auch nicht er selbst, wenn er einen Brief an die Staatsanwaltschaft ohne Putschdrohung schreiben würde:
Der Strafantrag wir öffentlich gemacht. Er wird weiter betrieben, auch wenn die Staatsanwaltschaft die Aufnahme von Ermittlungen verweigern sollte. Dies hat zur Folge, daß das Strafverfahren gegen den Beschuldigten, ggf. nach Wiederherstellung rechtsstaatlicher Bedingungen, fortgesetzt wird.
Getroffene Hunde bellen und sorgen so für Unterhaltungswert. Und eine reelle Drohkulisse gegen Faschos schwächt deren Mobilisierungsfähigkeit – ein ganz pragmatischer Grund für Antifaschist_innen, auch in Zukunft beim Einparken zu helfen.
