Tag-Archiv für 'marat'

Fame too!

medium und allophilia pfeifen es von Dächern – es soll eine Lesung aus Münchens polit-blogs geben, am Mi., 12.10 im Kafe Marat. Vielleicht kann das Label des ideellen Münchner Gesamtlinken (z.B. per Akklamation) jemand anders zuerkannt werden.

Vorher dazu meine steile These, warum es immer noch nur 5 linke blogs in München gibt (eigentlich nur 4, ich schreibe ja nur noch selbstreferentielles Zeugs wie zum Beispiel diesen Satz): In den letzten 4 Jahren haben sich ein paar mehr autonome Gruppen gegründet, damit gibt es weniger Diskussionsbedarf außerhalb von organisierten Zusammenhängen.
Die meisten haben den Anspruch, sich politisch als Gruppe zu äußern, was schnelle, dahingerotzte Kommentare ausschließt – also genau das, was das medium blog am besten kann.

p.s. anonympunk089 bis irgendwann in tausend jahren oder so und die anderen halten das vielleicht ähnlich

Radi-Razzia

Gestern wurde der Infoladen im Marat durchsucht. Den Bullen ging es um ein einzelne Ausgaben von Radikal und Interim, die Anleitungen für Brandsätze beinhalten. Jetzt, da die detaillierten Bauanleitugnen nicht mehr verfügbar sind, ist endlich mal Schluss damit dass Chaot_innen Kohleanzünder an Autoreifen in Münchner zene-Vierteln lehnen. P.S.: „Es ist klar, dass wir uns sowas nicht so einfach bieten lassen. Es ist aber auch klar, dass wir Zeit und Ort unserer Reaktion selber bestimmen. Don‘t shit where you eat.

13.6 – update

Anstelle einer Nazikundgebung veranstalten die Faschos am 13.6 einen Aufmarsch gegen das Marat. Sie treffen sich um 19:30 am Goethplatz, und werden ihre Kundgebung an der Ecke Thalkirchner/Kapuziner vor dem alten Friedhof abhalten. Treffpunkt für alle Antifaschist_innen ist um 18:00 vor dem Marat. Die Aida-Veranstaltung findet selbstverständlich normal statt. Infos wie immer bei der Antifa NT, Aida und auf indymedia, den Aufruf zu den Gegenaktionen findet ihr hier. Über deutsche Deppen anderer Coleur rappten Microphone Mafia einst: „Die wolln nur provoziern, ist alles nicht so schlimm? Wenn man so provoziert, gibts was vors Kinn!

Support your local Ladyfest!

Das Freitagskafe im Kafe Marat – das, wie der Name sagt, jeden Freitag Kafe oder Konzert veranstaltet – wurde vor einigen Monaten von den Organisatorinnen des ersten münchner Ladyfests gefragt, ob vielleicht eine Art „Ladyfest-special“ an dem Freitag des Ladyfest-Wochenendes möglich wäre. Es ging darum, dass sich die zwei Veranstaltungen nicht gegenseitig stören, bzw. Publikum abzwacken, sondern ergänzend nebeneinanderstehen. Subkulturell hat das Freitagskafe derzeit einen deutlichen HC/Punk/Crust Schwerpunkt, das Ladyfest wird eher Elektropunk-lastig. Vor dem Hintergrund wurde vom Freitagskafe versucht, HC/Punk/Crust/Krach Bands einzuladen, in denen Frauen stark präsent sind. Das hat nicht geklappt – in München scheint es, seit sich Aphasie aufgelöst hat, keine passende Krachband zu geben, und überregional war auch keine aufzutreiben. Ob es in der Nähe überhaupt keine passenden Bands gibt, oder einfach nur die Kontakte fehlten sei mal dahingestellt. Es ist spürbar schwieriger ist eine Krachband zu finden, die mehrheitlich aus Frauen, oder in der Hinsicht uneindeutigen Leuten, besteht, als eine in der mehrheitlich Männder spielen. Für mich zeigt das recht deutlich, dass Ansätze wie Ladyfeste Sinn machen und nötig sind.

4 : ? gegen den VS in München, in den letzten 12 Monaten

In den letzten 12 Monaten gab es 3 erfolglose Anquatschversuche in München, ausserdem wollten der VS gegenüber dem Marat in einem Laden eine Kamera installieren, um dieses jeden Sonntag abfilmen zu können. Das Marat ist ein selbstverwalteter Raum in München, in der Thalkirchenerstr. 104 und der Schwerpunkt der lokalen linksradikalen Szene. Der Ladenbesitzer wollte seinen Laden aber zu diesem Zweck nicht vermieten, stattdessen informierte er die Betreiber_innen des Marat. Damit ist nichts darüber gesagt, ob nicht in einem anderem Laden, oder einer Wohnung doch eine Kamera installiert wurde.
Die 3 Anwerbeversuche – 2 mal Antifafaschist_innen, einmal WASGeht – sind für „Herrn Blenk“ in die Hose gegangen. Grund dafür ist ganz einfach, dass die so angesprochenen keine Lust hatten zu spitzeln, und den VSler abblitzen liessen – so wie sich das gehört. Interessant an den Anquatschversuchen ist noch, dass versucht wurde zwei 20-jährige und einen 18-jähriger an zu werben, also eher kids. Und das neben dem traditionellen Autonomen Politikfeld Antifa auch die WASG für die Schergen interessant ist. Die Münchner Szene ist eher überschaubar, 3 bekanntgewordene Anquatschversuche in einem so kurzem Zeitraum muten mir viel an.
In den letzten Wochen fanden Sonntags im Marat öffentlich angkündigte Veranstaltungen und Treffen im Zusammenhang mit der anti-G8 Mobilisierung statt, vermutlich waren diese das Ziel der Observation. Darüber, warum der Ladenbesitzer auf den Zusatzverdienst vom VS verzichtete, und lieber die Betreiber_innen des Marat warnte kann ich nur spekulieren. Und genau das will ich hier tun: Gerade im Zusammenhang mit der Siko, aber auch was den Umgang mit Naziaufmärschen und Gegenaktionen angeht, hatte die Münchner Polizei im letzten halben Jahr immer wieder schlechte Presse, auch weil die SZ ihre linksliberales Profil wiederentdeckt hat. Die Vorstellung, dass wer Ärger mit den Bullen hat sich diesen auch verdient hat, wird dadurch bei manchen Bürgerin_nen ins Wanken geraten sein. Die Berichterstattung über die Razzien gegen anti-G8 Strukturen in nördlichen Gefilden war auch nicht schlecht, das transportierte Bild war: Da wird mit einem ganz grossen Vorschlaghammer auf eine legitime Bewegung ein geschlagen. Und das wollte der Ladenbesitzer wohl nicht unterstützen. Manchmal echt praktisch, diese linksliberale Öffentlichkeit.

14 – 20.05

16.05 Infoveranstaltung über Globalisierungskritk von rechts und den Faschoaufmarsch in Schwerin, Im Marat.
17.05 Tierlinkskafe im Marat
18.05 Anti-G8 soli-konzi im Marat: Irie Invaders & Raggabund.
19.05 Auftaktdemo der Bundesweiten Karawanetour.
20.05 Demo gegen das Annabergedenken in Schliersee.

Wochenplan (ii)

Heidanei! Die Marat-Seite ist immer noch offline, damit wenigstens irgendjemand den Weg zu einer der fabulösen Veranstaltungen diese Woche findet, hier mal wieder ein Wochenplan. Frage am Rande: Wieviele Münchner_innen lesen eigentlich bisweilen diesen blog?

Mi. 09.05 Mittwochskafe
Oaxaca Veranstaltung, veranstaltet vom Ök Büro. Lecker Essen und Musik aus der Konserve gibt es auch.

Do, 10.05 Roots Bar
Antifaschistisches Skinheadkafe

Fr, 11.05
Infoabend der Karawane München, zur Karawanetour nach Heiligendamm und zum G8 und Migration-aktionstag. Nachher Party.

Fr. 12.05 Sicherheitsgefährder
Party der J.o.G. München, Dresscode: Ganovenstyle.

So. 13.05 20:00 (Tickets) Grosse Anti-G8 Versammlung!
Es geht darum Anreise (Gruppentickets) und weiteres abzukaspern.

Alle Veranstaltungen sind im Marat – Thalkirchner 104, Nähe Goethplatz.

Wochenplan

Schlimm, schlimm schlimm: indynews gibt es zur Zeit nicht, die Seite vom Marat ist offline. Wo sollt ihr, werte Leser_innen aus Hamburg und Buxtehude erfahren was die Woche so in München los ist? Hier:

Mi, 25.04
Fascho-Mahnwache – Treffpunkt 18:00, Marienplatz
Alle Jahre wieder gedenken die Müncher Faschos Reinhold Elstner – ein Altnazi, der sich irgendwann angezünde hatte um „mit seinem Tod ein Fanal zu setzen, gegen die unendliche Verteufelung eines ganzen Volkes.“ Der in den letzten Jahren so beliebte Spruch unsereseits (Zitat) „Reinhold Elstner, dumm wie stroh, drumm brannte er auch lichterloh“ soll heuer scheinbar wegen „Verunglimpfung der Totenruhe“ oder „Störung des Andenkens Verstorbener“ strafrechtlich verfolgt werden. Die Münchner Bullen ziehen sowas auch durch, letztes Jahr gab es zum gleichem Anlass Verhaftungen wegen „BRD, Bullenstaat“
Mittwochscafe (Marat)
Infoveranstaltung der Kampagne „Block G8″

Do, 27.04
Queercafe (Marat)

Fr, 27.04
Freitagskafe (Marat)
Das Freitagskafe lädt zum „Kampffreitag der Arbeiterklasse.“ Auf den ersten Mai wird mit einem kurzen Vortrag zur Geschichte desselben eingestimmt. Das sonstige Programm: Ska und Oi! im grossen Raum, im Stübchen wird der Film „Fist!“ über einen korrupten Gewerkschaftsboss gezeigt, anschliessend gibt es crustenbewusste Musik aus der Konserve.

Sa, 28.04
Antifademo in Erding
Demo gegen Nazistrukturen in Erding. Demobeginn: 28.04.07 14:00 Uhr am Bahnhofsvorplatz Erding (S2) Treffpunkt München: 28.04.07 12:50 am Fischbrunnen (Marienplatz) Aufruf ist hier.
Veranstaltung über Klassenkampf im Kulturladen Westend, mit Karl Reitter, 20:00 Uhr
Aus dem Flyer: „Es soll gezeigt werden, dass Klasse keimeswegs mit bestimmten soziologischen Schichten, etwa der Industriearbeiterschaft, und Klassenkampf mit Streben nach mehr Lohn oder besseren Arbeitsbedingungen gleichgesetzt werden kann. Klassenkampf ist mehr und auch anderes: es ist die Opposition gegen das zur Klasse gemacht werden.“
Warum ich glaube dass die Veranstaltung gut wird schreibe ich vielleicht nochmal separat, wenn ich die Zeit finde.

Adressen:
Marat – Thalkirchenerstr. 104, Aufgang 2, nähe U3 / U6 Goethplatz.
Kulturladen Westend – Ligsalzstr. 44, U4 / U5 Schwanthalerhöhe.

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EDIT die Kafeseite ist nach wie vor putt, aber der Link wäre auch falsch gewesen. jetzt zeigt er auf die richtige, kaputte Seite. Danke an Helferchen für den Hinweis.

2 artikel …

…über eine Demo gegen Abschiebungen in den Irak oder andere Bürgerkriegsgebiete, organisiert von Flüchtlingen von da (Aufruf). Einmal auf jetzt.de (Jugendseite der Süddeutschen), über 2 Leute die da viel organisiert haben. Und bei der Karawane. Beide lesenswert. Als Schnipsel möchte ich hinzufügen, dass (war selber nicht da, aber so wurde mir berichtet) auf einer Demo mit 300 Leuten, fast alle aus dem Irak, nur eine Fahne von da zu sehen war. Ich finde das gut. Wichtiger ist natürlich die Frage, wie unser lokales Zecken-Zentrum in der jetzt wegkommt:

Schlachthofviertel, ein Abend Anfang April. Es zieht ein bisschen im Café Marat in der Thalkirchnerstraße. Bashar und Rebar wirken in ihren modischen Klamotten und mit ihren Frisuren im Beckham-Stil etwas deplatziert zwischen den abgenutzten Sofas und vollgesprühten Wänden des Café Marat, einem bekannten Treff der Linken. Hier wollen sie die letzten Vorbereitungen für ihre erste gemeinsame politische Aktion treffen: eine Demonstration für die Rechte irakischer Flüchtlinge in Bayern.

Tradition ist wunderbar (II)

Gestern, beim Mike Mafia Konzert im Marat, waren es 5 – der lokale Brauch, bei Konzerten von linken Hip Hoppern Persos zu verbrennen findet kein Ende.