Tag-Archiv für '�sterreich'

Actions gegen Lebenschützer_innen

Ein Bekannter schilderte seinen Werdegang mal so: „Erst war ich Ministrant, dann Satanist. Dann habe ich gemerkt, das beides der gleiche Mist ist, und wurde Punk.“ Recht hatte er, aber manchmal macht es einfach Sinn, oder auch einfach Spass, ein bisschen auf Antichrist_in zu machen – zum Beispiel, wenn es gegen christlichen Lebenschützer_innen geht.
Die rosa Antifa Wien (RAW) dokumentiert einen Bericht, nach dem (als Powerpuffgirls vermummte) Aktivist_innen Lebenschützer_innen dazu zwangen, unter einem Hochtranspi mit der Aufschrift „Hölle“ durchzugehen. Was unspektakulär klingt, nervte die Christ_innen mächtig, wie mensch an dem Kreuz.net Artikel Teuflische Dunkelmänner gegen die Kinder des Lichtes (und den Kommentaren darunter) sehen kann.
Vor Jahren war in einer Abolishing the Borders from Below ein Bericht über Aktion in Brno (den ich leider nicht online gefunden habe). Demnach wurde eine Demo oder Prozession von christlichen Abtreibungsgegner_innen, darunter auch viele Nonnen, von Anarchist_innen gestört, die sich als Teufel verkleidet hatten. Die Nonnen wehrten sich dagegen, indem sie die „Teufel“ mit Weihwasser bespritzten.
Für Leute, die sich auf diese christliche Symbolik nicht einlassen wollen, gibt es natürlich auch noch normale Aktionsformen, z.B. in Saalveranstaltungen reinrockern und dem Referenten das Mikro klauen.

„Ihr sads a gscheit..“

Ein eher untypischer Bürger aus Klagenfurt/Celovec, bei einem Infostand gegen das Ulrichsbergtreffen von u.a. SS-Veteranen, dass alljährlich in Kärnten/Koroska stattfindet:

Ich war immer auf eurer Seite, der Seite der Jugend, aber wieso müsst ihr immer diese Vergangenheit hochkochen? Das tut den Leuten, die das noch miterlebt haben doch weh! Bei jedem Anliegen bin ich auf eurer Seite, der Seite der Jugend, aber das …? Ihr sads doch a gscheit, erfindets doch was … zum Beispiel Tierschutz! Da wärn die Leute auf eure Seite!

Diese Leier wiederholte er ziemlich oft, in durchaus freundlichem Ton und immun gegen inhaltliche Einwände.

Konstruktive Mitarbeit

Eigentlich halte ich Amnesty International nicht für die allerschlimmsten. Dass sie, wie andere Menschenrechts NGO, z.B. Kriege legitimiert hätten ist mir bislang nicht untergekommen, und oft benennen sie durchaus wichtige Punkte. Aber manchmal …

So schlägt Heinz Patzelt, Generalsekretär von amnesty international in Österreich vor Abschiebungen per Flugzeug in Zukunft nur mehr mit gecharterten Maschinen durchzuführen. Grund dafür dürfte das Vertrauen in eine humanere Durchführung von Charterdeportationen und die Beobachtung durch begleitende MenschenrechtsbeobachterInnen sein.

(Hier) Der Mann hat keine Ahnung von Charter-Abschiebungen, viel schlimmer ist aber die grundsätzliche Akzeptanz von Abschiebungen. Und diese Mischung aus karitativer Arbeit und Mittragen des staatlichen Rassismus ist so selten nicht.