bikepunk 089 http://bkpnk089.blogsport.de blog über autonome Politik und Kultur in und aus München Mon, 08 Feb 2010 13:59:41 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Disziplinierendes Oberbayern http://bkpnk089.blogsport.de/2010/02/08/disziplinierendes-oberbayern/ http://bkpnk089.blogsport.de/2010/02/08/disziplinierendes-oberbayern/#comments Mon, 08 Feb 2010 13:59:41 +0000 Bikepunk 089 Kleinkram & Ankündigungenantisexismusarbeitbayernheternormrandale und liebesexismus http://bkpnk089.blogsport.de/2010/02/08/disziplinierendes-oberbayern/ Randale & Liebe schreibt darüber, wie schwierig es ist in der Provinz etwas anderes zu leben als heteronormatives Rumgespiesse, und über die Schwierigkeit als Mensch mit emanzipatorischem Anspruch zwischen netten, harten Männern zu abeiten.

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Flüchtlinge im Hungerstreik http://bkpnk089.blogsport.de/2010/02/08/fluechtlinge-im-hungerstreik/ http://bkpnk089.blogsport.de/2010/02/08/fluechtlinge-im-hungerstreik/#comments Mon, 08 Feb 2010 13:12:13 +0000 Bikepunk 089 AllgemeinabeitsverbotAntirassismusbreitenbergEssenpaketeflüchtlingehauzenberghungerstreikkarawanelagerresidenzpflicht http://bkpnk089.blogsport.de/2010/02/08/fluechtlinge-im-hungerstreik/ In Hauzenberg und Breitenberg machen Flüchlinge einen Hungerstreik, nun schon eine ganze Weile. Zentrale Foderungen sind Bargeld statt Essenspakete, weg mit dem Arbeitsverbot und Aussetzung der Reidenzpflicht. Die Karawane München berichtet und unterstützt, wichtig wäre die Nachricht weiterzuverbreiten und für Solidarität zu werben.

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Auftragsarbeit für die Nachteule http://bkpnk089.blogsport.de/2010/02/07/auftragsarbeit-fuer-die-nachteule/ http://bkpnk089.blogsport.de/2010/02/07/auftragsarbeit-fuer-die-nachteule/#comments Sun, 07 Feb 2010 22:06:35 +0000 Bikepunk 089 Allgemeinantimilitarismusischingerjan bielickimediensüddeutsche zeitungsicherheitsicherheitsdiskursesikosiko 2009siko 2010stefan korneliussz http://bkpnk089.blogsport.de/2010/02/07/auftragsarbeit-fuer-die-nachteule/ Im Lokalteil der SZ vom letzten Mittwoch schrieb der für Aussenpolitik zuständige Redakteur Stefan Kornelius über das, seiner Meinung nach, geänderte Verhältnis zwischen der Siko und ihren Kritiker_innen. Präziser formuliert: Er lieferte eine journalistisch miese Sonntagsrede darüberab, warum es nun wirklich keinen Sinn mehr macht, gegen die Siko auf die Strasse zu gehen. Dafür gabs wahrscheinlich ein ganz gutes Zeilengeld in Form von Moderatorenhonorar: Kornelius moderierte am Freitag die „Night Owl Session“, ein Gespräch zwischen den Aussenministern von Iran und Schweden (Freitagsprogramm der Siko als pdf).
Das ein Aussenredakteur so eine Sitzung moderiert gehört wohl zum Mediengeschäft dazu. Dass seine Zeitung ihn wenige Tage davor einen Meinungsartikel zur gleichen Veranstaltung veröffentlichen lässt, zeigt wie wenig Probleme die SZ mit embedded Journalism hat: Der Artikel im Lokalteil erreichte linksliberale Münchner_innen, die es sich vielleicht überlegen zur Demo zu gehen, und liefert ihnen (falsche) Gründe das nicht zu tun. Journalistisch sauber wäre es gewesen, Kornelius einfach nicht im Vorfeld über die politische Auseinandersetzung um die Siko schreiben zu lassen, mindestens den Artikel als Ansicht aus der Siko-Orga zu kennzeichnen – nicht als redaktionellen Beitrag. Die SZ-Redaktion macht sich damit zu einem Teil von Ischingers PR-Maschine.

Behauptungen und Meinungen
Der Werbeartikel trägt die Unterüberschrift: „Sicherheitskonferenz-Chef Wolfgang Ischinger geht auf die Gegner der Tagung zu und nimmt so der Auseinandersetzung die Schärfe.“ Schauen wir uns an, warum das einerseits totaler Quatsch ist, dabei aber einen Kern Wahrheit hat, und sehen wir, wie journalistisch mies die Auftragsarbeit ausgefallen ist.
Zur Illustration ein paar Zitate aus dem Original, kursiv eingefügt Ergänzungen meinerseits:

Das Treffen von 300 Außen- und Sicherheitspolitikern hat in den vergangenen Jahren an Reibungsfläche verloren. Im vergangenen Jahr waren lediglich 500 Demonstranten auf der Straße, oder auch 3500, wenn mensch die SZ vom letzten Jahr zur Hand nimmt. Aber warum sollte der Redakteur für äusseres den Lokalteil lesen?
[…]
Ischingers Vorgänger Horst Teltschik war für die Tagungsgegner zur Projektionsfläche allen Zorns geworden, vielleicht weil Teltschik am Ende alle Kooperationsbereitschaft aufgegeben hatte und sein Unverständnis für die Demonstranten nicht mehr verbarg, und sich eine Diktatur wünschte.
[…]
Ischinger nutzte den Wechsel und brach das Eis, indem er auf die Gegner zuging. Ein halbes Dutzend Mal traf er sich mit verschiedenen Gegner-Gruppen, mit Attac München und dem „Gesprächskreis Münchner Sicherheitskonferenz verändern“. Während sich letztere freuten, dass ihnen endlich mal wer zuhört, ist Attac nach wie vor sehr klar der Meinung, dass die Siko nicht reformierbar ist und abgeschafft gehört.
[…]
Wer den Dialog will, kann nicht der Unnahbarkeit bezichtigt werden – Ischinger will diese Dynamik nutzen, um das Bild der Sicherheitskonferenz in München zu ändern. Wer den Dialog nicht will, dem empfiehlt Ischinger, zum Arzt zu gehen. Die medizinische, gerne auch pathologisierende, Sicht auf die Dinge gehört zu Ischingers Stärken: „In der Medizin führt die ,Krisis` zum Abflauen des Fiebers, bezeichnet also den Wendepunkt hin zur Besserung. Auch in der Politik sind viele Errungenschaften ohne vorangegangene Krise kaum denkbar: Die Europäische Union von heute wäre ohne die große Krise Europas, die zwei Weltkriege hervorgerufen hatte, nie zustande gekommen“ – Der zweite Weltkrieg als Heilungsprozess.
[…]
Die meisten Punkte sammelte Ischinger im vergangenen Juli, als eine Attac-Veranstaltung von einer linken Gruppe gesprengt und Ischinger bedrängt und am Reden gehindert wurde. Wer so viel Intoleranz zeigt, der darf für sich keine höhere Moral in Anspruch nehmen – tut aber auch niemand, die Erklärung der Störergruppe argumentiert recht pragmatisch.

Soweit die Highlights, hier wird schon deutlich wie butterweich Kornelius mit seinem Arbeitgeber umgeht. Der Rest vom Text psalmodiert über beigelegte Konflikte, reparierte Brücken, neue Töne und einen ganz bescheidenen Konferenzleiter.
Dieser Absatz-für-Absatz Kritik nicht zugänglich sind zwei zentrale Begriffe des Artikels: Feindbild und Sicherheit. Im Kern steht dabei immer das Interesse, linke Kritik an kapitalistischen Kriegen eben nicht zu verstehen.

Was für Sicherheit?

Im Aufruf von ConAction 2004 stand über den Sicherheitsbegriff folgendes:

“Sicherheit” hat sich in den letzten Jahren zu einer zentralen Propagandalosung in Politik, Wirtschaft und Medien entwickelt, unter der international neue Kriege und intern verstärkte Repressionen durchgesetzt werden. Dabei ist es zynisch oder naiv, zu behaupten, dass das kapitalistische Wirtschaftssystem die Welt sicherer machen würde. Denn eine ökonomische Sicherheit und Stabilität schafft der Weltmarkt nur für die, die in diesem System der Profitmaximierung immer reicher werden. Die Mehrheit der Menschen bleibt dabei auf der Strecke. In der Logik des Weltmarktes werden viele Menschen für die Mehrwertproduktion schlichtweg überflüssig, gerade in der sogenannten Dritten Welt nimmt die Verarmung und Verelendung von immer mehr Menschen in rasanter Geschwindigkeit zu. In den reichen Metropolen überbieten sich die Regierungen darin, im Eiltempo soziale Rechte der Lohnabhängigen und Erwerbslosen zu zerschlagen. In Deutschland ist die Agenda 2010 Kernstück dieser Umverteilung gesellschaftlichen Wohlstands von unten nach oben. Durch den Verzicht auf die Vermögenssteuer und die Senkung des Arbeitgeberanteils bei den Sozialabgaben bleibt das Geld in den Brieftaschen der Reichen – auf Kosten weiter Teile der Bevölkerung. Die Arbeitsverhältnisse werden immer prekärer und die soziale Schere geht immer weiter auf. Um die “Innere Sicherheit” aufrecht zu erhalten werden immer mehr Gesetze durchgepeitscht. Sie dienen der Ausgrenzung und Kontrolle derjenigen, für die in einer Gesellschaftsordnung, die Menschen nach ihrer Verwertbarkeit sortiert, kein Platz mehr ist. Je mehr Menschen es sind, denen der Kapitalismus nichts mehr zu bieten hat, desto mehr werden Polizei und Militär zu den maßgeblichen Instrumenten des Krisenmanagements, desto mehr wird Krieg vom Ausnahme- zum Dauerzustand.

Es ist daher für uns überhaupt kein Widerspruch, zu sehen dass auf der Konferenz „klassische Themen der Sicherheitspolitik wie Energiesicherheit“ diskutiert werden, und das als Kriegstreiberei zu benennen: Hier werden nunmal die politischen Eckpunkte von Militäreinsätzen verhandelt und Kriege propagiert.

Wer braucht ein Feindbild
Seitdem Barack Obama Präsident im Weißen Haus ist, fehlt das Feindbild, das Vorgänger George Bush noch so trefflich abgegeben hatte.“ Soweit Kornelius dieses Jahr. Vielleicht har er das ja aus dem Artikel, den sein Kollege Jan Bielicki letztes Jahr über eine Pressekonferenz des Bündnisses schrieb. Dort hiess es:

Die Pressekonferenz war fast zu Ende, und noch hatte niemand jenen Politiker erwähnt, der den linken Demonstranten, die alljährlich in einem Protestzug gegen die Münchner Sicherheitskonferenz durch die Innenstadt marschieren, als oberster Bösewicht gilt. Aber der amerikanische Präsident heißt in diesem Jahr nicht mehr George W. Bush, sondern Barack Obama – und der taugt auch im linken Lager nicht so recht als Feindbild.

Die Frage nach dem Personalwechsel im weissen Haus stellte gegen Ende der Pressekonferenz Bilicki selber, aus Sicht des Aktionsbündnisses war dieser nicht so relevant. Aber die Obamania war 09 In-Thema, und da wird ein Artikel halt lieber mit solchen Spekulationen gefüllt:

Eines müssen Schreer und seine Mitstreiter aus der linken Szene wohl nicht fürchten: dass der frisch vereidigte Präsident nach München kommt, und ihre rund 5000 Anhänger, die sie am ersten Februarwochenende in der Innenstadt erwarten, in einer von Obamanie überwältigten Masse Neugieriger untergehen könnten.

Ein Bericht über eine PK, in dem der Redakteur über ein selbst-erfundenes Ereignis schreibt würde wohl an keiner Journalist_innenschule durchgehen.
Aber Massenmedien haben gerne ihre fertigen Bilder, in die sie die Fakten mit mehr oder weniger Gewalt hineinpressen. Eine der beliebten Figuren ist der Affektgetriebene Kapuzenwilli, der zum Zustand der Welt wenig mehr zu sagen hat als „Fuck Bush!“ Dieses Bild wird auf die Siko-Gegner_innen projiziert, und dann ist die Manie des Redakteurs für US-Präsidenten auf einmal ganz logisch. Möglicherweise ist diese Erklärung auch schon zu hoch gegriffen, vielleicht hätte Bilicki Obama gerne mal persönlich gesehen, und hat diesen Tagtraum in seinen Bericht einfliessen lassen.
Die Alternative dazu wäre gewesen, ein paar der Inhalte wiederzugeben. Aber die sind, siehe Sicherheitsbegriff, wohl schon wieder zu komplex für Deutschland grosse Tageszeitung.
Sicher gibt es unter den Gegner_innen der Konferenz welche, die ohne Feindbild nicht können. Unterstellt wird aber, dass die Mobilisierung nur darauf fusst. Und das ist schlichtweg falsch.

Die Schärfe nehmen
Wenn Kornelius schreibt, dass die Auseinandersetzung an Schärfe verloren hat, dann trifft das ein Stück weit schon zu – auf die Darstellung der Auseinadersetzung in den Massenmedien. Zu dem Ritual, zu betonen dass sich die Proteste Jahr für Jahr wiederholen – wie die Konferenz – kam zuletzt dazu, öfters mal zu betonen was für ein lieber Kerl der Ischinger doch ist. Ganz aufmerksam ist er, redet auch mit Kritiker_innen und so weiter und so fort. Die Personalisierung, die uns als Protestbewegung vorgeworfen wird, in Reinform: Weil der Chef diplomatischer ist, hat sich der Charakter eines Treffens von Militärs, Politiker_innen und Rüstungslobby verändert, so die Logik die hier durchschimmert.

Fazit
Bürgerliche Medien berichten nie richtig über radikale Kritik an den Verhältnissen. Wir finden uns als radikale Linke immer in einem Zerrspiegel wider. Mit ihrer Berichterstattung zur Siko hat die SZ aber mal wieder den Vogel abgeschossen, was tendenziöse und journalistisch unsaubere Meinungsmache angeht und gezeigt, wie leicht ein_e Redakteur_in zu kaufen ist. Mal sehen, ob ihr das die Leser_innenschaft durchgehen lässt.

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Zum kommenden Warnstreik im öffentlichen Dienst http://bkpnk089.blogsport.de/2010/02/01/zum-kommenden-warnstreik-im-oeffentlichen-dienst/ http://bkpnk089.blogsport.de/2010/02/01/zum-kommenden-warnstreik-im-oeffentlichen-dienst/#comments Mon, 01 Feb 2010 12:50:33 +0000 Bikepunk 089 Allgemeinaneignungmünchennulltarifstreikstvödu bahn http://bkpnk089.blogsport.de/2010/02/01/zum-kommenden-warnstreik-im-oeffentlichen-dienst/ Mit ziemlicher Sicherheit ist kommenden Mittwoch, den 4.2., der erste Warnstreik in den gerade anlaufenden Auseinandersetzungen um den TVöD (Tarifvertrag öffentlicher Dienst).
Als einer der grössten Flächentarifverträge weltweit sicherlich ein zentraler Punkt gewerkschaftlicher Auseinandersetzungen, der mal wieder wichtige Fragen aufwirft: Welche Bedeutung haben konkrete Lohnkämpfe für eine antikapitalistische Linke? Wie kann eine radikale Linke sinnvoll in Streiks intervenieren? Was tun gegen die Befriedungsfunktion der Gewerkschaften, wie in Kontakt kommen mit denen, die da befriedigt werden sollen?
Ich hab zu dem meisten keine Ahnung, wichtig ist aber: Laut gut informierten (gewerkschaftslinken) Kreisen sind auch die MVG-Kontrollettis beim Warnstreik dabei: U-Bahn, Bus und Tram für lau!
Freilich: Die Aufpasser, seien sie nun U-Bahn Kontrolleur_innen oder Schnüffler_innen vom Sozialamt, verkörpern das Gegenteil von Klassenbewusstsein. Der gewerkschaftliche Organisierungsgrad dürfte also eher niedrig sein.
Wenn dann am Mittwoch wer euer Ticket sehen will, hat die Person gleich zwei Watschn verdient: Eine für den Streikbuch, und eine für den job.

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Noch nicht mal Opium http://bkpnk089.blogsport.de/2010/02/01/noch-nicht-mal-opium/ http://bkpnk089.blogsport.de/2010/02/01/noch-nicht-mal-opium/#comments Mon, 01 Feb 2010 12:16:46 +0000 Bikepunk 089 Kleinkram & Ankündigungenmarsreligionskritikroboterwebcomics http://bkpnk089.blogsport.de/2010/02/01/noch-nicht-mal-opium/ Beim Lesen dieses Webcomics war meine erste Assoiation „der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. […] Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf.“ (Das Zitat im Zusammenhang)

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Genügsame Friedensfreunde http://bkpnk089.blogsport.de/2010/01/28/genuegsame-friedensfreunde/ http://bkpnk089.blogsport.de/2010/01/28/genuegsame-friedensfreunde/#comments Thu, 28 Jan 2010 15:51:47 +0000 Bikepunk 089 Kleinkram & Ankündigungenischingermünchenmsk verändernsicherheitskonferenzsikosiko 2010 http://bkpnk089.blogsport.de/2010/01/28/genuegsame-friedensfreunde/ Kurz vor der Siko gab es ein weiteres PR-Gespräch zwischen Ischinger und den Friedensdeppen vom „Gesprächskreis MSK [Münchner Sicherheitskonferenz] verändern“. Luzi-M und sogar der Münchner Merkur nehmen das Treffen klar als Inszenierung Ischingers auseinander, während sich die Friedensdeppen darüber freuen dass ihnen mal wer zuhört.

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Siko-Mobilisierung im Südwesten http://bkpnk089.blogsport.de/2010/01/27/siko-mobilisierung-im-suedwesten/ http://bkpnk089.blogsport.de/2010/01/27/siko-mobilisierung-im-suedwesten/#comments Wed, 27 Jan 2010 17:53:51 +0000 Bikepunk 089 Kleinkram & Ankündigungensiko 2010 http://bkpnk089.blogsport.de/2010/01/27/siko-mobilisierung-im-suedwesten/ „Die Mobilisierung scheint dieses Jahr schwächer zu sein, als die Jahre zuvor. Doch wozu braucht ein Ereignis wie die „Siko“ noch Mobilisierung?“ fragt ein kurzer Überblicksartikel auf indymedia. Na dann, bis nächstes Wochenende!

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Garmisch-Partenkirchener Geschichtsaufarbeitung http://bkpnk089.blogsport.de/2010/01/26/garmisch-partenkirchener-geschichtsaufarbeitung/ http://bkpnk089.blogsport.de/2010/01/26/garmisch-partenkirchener-geschichtsaufarbeitung/#comments Tue, 26 Jan 2010 13:59:00 +0000 Bikepunk 089 Kleinkram & Ankündigungenaufarbeitunggarmisch partenkirchengedenkengeschichtenazisolympia 2018 http://bkpnk089.blogsport.de/2010/01/26/garmisch-partenkirchener-geschichtsaufarbeitung/ Medium darüber, wie Garmisch-Partenkirchen, Austragungsort der olympischen Winterspiele 36, einen Nazi damit betraut die Ortsgeschichte im NS aufzuarbeiten. Genauso siehts da auch aus.

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Kommuniqué aus einer ausbleibenden Zukunft http://bkpnk089.blogsport.de/2010/01/25/kommuniqua-aus-einer-ausbleibenden-zukunft/ http://bkpnk089.blogsport.de/2010/01/25/kommuniqua-aus-einer-ausbleibenden-zukunft/#comments Mon, 25 Jan 2010 13:17:02 +0000 Bikepunk 089 Allgemeinautonomebildungskritikblidungresearch and destroyrevolte in griechenlandsoziale kämpfesoziale rechteusa http://bkpnk089.blogsport.de/2010/01/25/kommuniqua-aus-einer-ausbleibenden-zukunft/ Netter Text vom research & destroy collective, aus Vera Cruz, Kalifornien. Über die (nicht-) Perspektiven der Uni-Proteste dort:

Die Universität ist genauso bankrott wie die Gesellschaft, deren willfährige Dienerin sie war. […] Die Universität erscheint schließlich als das, was sie immer schon war: eine Maschine zur Herstellung willfähriger Produzent*innen und Konsument*innen.
[…]
Die Universität hat keine eigene Geschichte; ihre Geschichte ist die Geschichte des Kapitals. […] Die Krise der Universität heute ist die Krise der Reproduktion der Arbeiter*innenklasse, die Krise einer Periode, in der uns das Kapital nicht länger als Arbeiter*innen braucht.
[…]
Wir werden blockieren, besetzen und uns nehmen, was uns gehört. Anstatt solche Betriebsstörungen als Hindernisse für Dialog und gegenseitiges Verständnis zu betrachten, erkennen wir sie als das, was wir zu sagen haben und wie wir verstanden werden wollen.
[…]
In den 1960er Jahren, als der Boom der Nachkriegszeit abzuebben begann, haben Radikale innerhalb der Grenzen der Universität verstanden, dass eine andere Welt möglich war. Studierende, die vom technokratischen Management genug hatten, die die Ketten einer konformistischen Gesellschaft aufbrechen wollten und in einem Zeitalter der Fülle entfremdete Arbeit ablehnten, weil sie überflüssig geworden war, versuchten sich mit den radikalen Lagern der Arbeiter*innenklasse zusammenzutun. Aber ihre Weise der Radikalisierung, die sich zu sehr der ökonomischen Logik des Kapitalismus verschrieb, verhinderte die Festigung dieses Zusammenschlusses. Da sich ihr Widerstand gegen den Vietnamkrieg vor allem in einer Kritik am Kapitalismus als kolonialer Kriegsmaschine äußerte, aber die Ausbeutung durch binnenländische Arbeit nicht ausreichend in den Blick nahm, war die Abspaltung der Studierenden von der Arbeiter*innenklasse, die mit anderen Problemen beschäftigt war, ein leichtes Unterfangen.
[…]
Wir haben diesen Aufschwung in der jüngeren Vergangenheit erlebt: Eine Rebellion, die von den Klassenzimmern ihren Ausgang nimmt und nach Außen ausstrahlt, um die gesamte Gesellschaft zu erfassen. Vor nur zwei Jahren hat die Anti-CPE-Bewegung in Frankreich im Kampf gegen ein neues Gesetz, das den Arbeitgeber*innen ermöglichte junge Arbeitnehmer*innen grundlos zu entlassen, eine riesige Zahl von Menschen auf die Straßen gebracht. Schüler*innen und Studierende, Lehrende, Eltern, die breite Masse der Gewerkschaftsmitglieder sowie erwerbsarbeitslose Jugendliche aus den Banlieues fanden sich gemeinsam auf derselben Seite der Barrikaden. (Diese Solidarität war indessen oft sehr zerbrechlich. Der Aufruhr von jugendlichen Migrant*innen am Stadtrand und Studierenden in den Stadtzentren floss niemals zusammen und von Zeit zu Zeit kam es zu Spannungen zwischen diesen beiden Gruppen.)
[…]
Der griechische Aufstand vom Dezember 2008 brach viele jener Beschränkungen auf und markierte den Anfang eines neuen Klassenkampfzyklus. Ausgelöst von Studierenden in Reaktion auf die Ermordung eines Athener Jugendlichen durch die Polizei, bestand der Aufstand aus wochenlangen Unruhen, Plünderungen und Besetzungen von Universitäten, Gewerkschaftsbüros sowie Fernsehstationen. Ganze Finanz- und Einkaufsviertel brannten und was der Bewegung an Anzahl fehlte, machte sie durch ihre geographischen Breite wett; sie verbreitete sich von Stadt zu Stadt, um schließlich ganz Griechenland zu umfassen. Wie in Frankreich war auch dies ein Aufstand der Jugend, für die die ökonomische Krise für die völlige Verneinung der Zukunft stand. Die Protagonist*innen der Bewegung waren Studierende, prekär Beschäftigte und Migrant*innen; diese erreichten ein Niveau an Einheit, das die fragilen Solidaritäten der Anti-CPE-Bewegung bei Weitem übertraf. […]
Letztlich waren es dieselben Dynamiken, die den Aufstand hervorgebrachten und die seine Grenze festlegten. Möglich gemacht wurde der Aufstand durch eine ansehnliche radikale Infrastruktur in städtischen Gebieten, insbesondere im Stadtviertel Exarchia[5] in Athen. Die besetzten Häuser, Bars, Cafés und Sozialzentren, die von Studierenden und migrantischen Jugendlichen frequentiert werden, haben das Milieu entstehen lassen, aus dem dieser Aufstand hervorging. Allerdings war dieses Milieu den meisten Lohnabhängigen mittleren Alters fremd; sie betrachteten den Kampf nicht als ihren. Obwohl sich viele mit der aufständischen Jugend solidarisierten, nahmen sie diese als eine Bewegung war, die nach Zugang verlangte – das heißt, als eine Bewegung aus jenem Teilbereich des Proletariats, das einen Zugang zum Arbeitsmarkt begehrte, aber formell nicht in Vollzeitarbeit beschäftigt war. Der Aufstand, stark verankert in den Schulen und in den migrantischen Vororten, griff nicht auf die Arbeitsstätten über.

Lesenswert!

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Anquatschversuch wg. Siko http://bkpnk089.blogsport.de/2010/01/22/anquatschversuch-wg-siko/ http://bkpnk089.blogsport.de/2010/01/22/anquatschversuch-wg-siko/#comments Fri, 22 Jan 2010 16:31:57 +0000 Bikepunk 089 Kleinkram & Ankündigungen Siko-relevantesanquatschversuchmünchenrepressionsikosiko 2010vs http://bkpnk089.blogsport.de/2010/01/22/anquatschversuch-wg-siko/ Laut indy, linksunten und luzi-m (Alles der gleiche Bereicht) gab es am Dienstag einen Anquatschversuch durch den VS in München. Der Genosse wollte nicht über die Siko reden und radelte weiter, der Schlapphut rief ihm wohl „Sei keine Memme!“ hinterher. Was mit damit wohl gemeint war?

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