Aufstand, Perspektive & Debatte

Auf Luzi-M wird munter weiter mit den Anarchist_innen von Fernweh diskutiert – und gemessen daran, dass der Stein des Anstosses eher launig bis lyrisch war ist die Sache mittlerweile erstaunlich substantiell. Es wird Carl Schmitt zitiert & das Individuum dekonstruiert um dann interher doch wieder beim Staat als Dreh- und Angelpunkt von allem und damit bei der Staatskritik als Dreh- und Angelkritik an allem zu landen.

Der Teil mit Carl Schmitt, der hier als Theoretiker der Aufstandsbekämpfung vorgestellt wird ist mit Erkenntnisgewinn zu lesen. Wobei die raffinierteste Staatskriik nicht die Frage beantwortet was tun, sondern eine bestenfalls von großem Quatsch abhält. Was und warum ein sinnvolles Verhältnis aus Theoriearbeit und anderer Praxis führe ich vielleicht irgendwann aus, stattdessen etwas Semi-Themenbezogene Werbung.

Die Podiumsdiskussion beim Buko wird der Frage nachgehen „Perspektive Aufstand?!“, mit auf dem Podium sitzen unter anderem ein Anarcho-Aktivist aus Tarnac (dem wohl auch mal vorgeworfen wurde am kommenden Aufstand mitgeschrieben zu haben) und ein libertärer Aktivist aus Tunesien – die anderen stecken glaube ich in Spanien respektive Griechenland in Miet- und Häuserkämpfen (Würde die Buko-Vorbereitung etwas Aussagekräftigere Werbung machen wüsste ich genaueres).
Anders gesagt – hier reiben sich anarchistische oder aufständige Standpunkte die in sehr verschiedenen Kontexten erarbeitet wurden aneinander und an Erfahrungen die in sehr konkreten, möglicherweise auch langweiligen aber wichtigen sozialen Kämpfen gemacht wurden. Das ist doch interessant?