6 Jahre!

Vor 6 Jahren schrub ich meinen ersten Beitrag in diesem blog. Ein Anlass für Eigenlob:

Meine größte Reichweite – im Sinne von Verlinkungen über den Kreis der üblichen linksradikalen blogs hinaus, Google platzierungen und Zugriffszahlen – hatten wohl die postings zu Serkan & Spyridon: eins, zwei, drei und vier.

Unglaublich gelungen war, so finde ich mit nicht geringer noch ungerechtfertigter Arroganz, auch die Städtewette gegen Berlin angesichts der ersten grösseren Mobilisierung gegen einen 1000-Kreuze Marsch in münchen: eins, zwei, drei, vier, fünf.
Im moment vorbei schuldet mir eigentlich immer noch einmal Aufkleber drucken und verteilen, aber ich bin immernoch zu faul welche zu designen.

Zu ihrer Zeit haben die Artikel einer zu Nazi-“Aussteigerin“ wahrscheinlich ein paar Leuten geholfen eine brauchbare Position zu finden: eins, zwei.

Einmal hab ich mich auch daran versucht diverse Texte zu Internationalismus in einem Cut-up zu verhackstücken. Ich finds immer noch gut.

Bloggosphären technisch hat sich in der Zeit einiges verändert. Es gibt weniger individuell oder zumindest Gruppenunabhängig betriebene linksradikale Politblogs. Ich finde das schlecht. In einem blog kann ich schnell, subjektiv oder Detailversessen oder experimentell sein in einer Art und Weise die kein Gruppenprozess zulässt (ausser der bei Luzi-M: eins zwo). Das kannst du auf deiner facebook-pinnwand auch – nur das findet das dann kein Schwein. Schade drum.

Angefangen habe ich diesen blog auch mit dem Anspruch, Antira-Geschichten in der weiteren radikalen/autonomen Linken mehr zu pushen. Hat’s geklappt? Keine Ahnung. Das kann ich jetzt garnicht mehr, weil ich selber garnicht mehr so tief in diesen Geschichten drinstecke. Der Anspruch wäre aber immer noch wichtig: Neben der Brisanz, die der Kampf gegen das europäische Grenzregime und die Ausgrenzung hier immer hatte und hat, kommt dazu das uns als Berufschaot_innen in der BRD im Zuge der Euro-Krise mehr und mehr auf die Füsse fällt wie schelcht wir eigentlich darin sind einen sozialen Widerstand mit Bodenhaftung zu entwickeln. Unter etwas anderen Vorzeichen haben Gruppen wie die Karawane hier schon viel Erfahrungen gemacht, von denen mensch eigentlich profitieren könnte. Dazu vielleicht später mehr.

Apropos „später mehr“: Die Geschichte dieses blogs ist auch eine nicht umgesetzter Ankündigungen – z.B. hier, die Reihe „gute Antiimps dissen schlechte Antiimps“, hat das Ankündigungsstadium nie verlassen, und mein guter Vorsatz von vorletzten Jahr – „wenig bis garnichts was sich auf die bloggosphäre bezeiht, wenig innerlinkes gebashe“ ist das genaue Gegenteil von dem was ich zurzeit hier mache. Ab jetzt schreibe ich nur noch in Sonettform – versprochen.