Die Elite und ihr Arschgesicht

Armin Nassehi, der bei der Sarrazinveranstaltung am Mittwoch als kritisches Feigenblatt auf dem Podium saß, hatte eine einigermaßen kluge These: „[Sarrazin] kommt mir vor wie ein bürgerlicher Beobachter, der mit der Unordnung der Welt nicht klarkommt.“ Das kam beim Publikum schlecht an:

Weite Teile des Publikums sind außer sich vor Wut, schreien, brüllen gar. Und so geht das weiter: Ist Sarrazin am Ball, klatschen viele, steigern sich zur Ekstase. Läuft der Konter über die Zange Nassehi-Steingart, buhen die meisten oder zumindest die lautesten Besucher – das geht bis hin zu wüsten Beschimpfungen.

(Luzi-M)
Also das, was zu erwarten ist wenn sich 700 Rassist_innen versammeln, um sich ihr Weltbild bestätigen zu lassen. Irgendeine Mischung aus Doofheit, Ruhmgeilheit und Arroganz hat wohl verhindert, dass Nassehi das vor dem Auftritt kapiert. Anders als etliche Wissenschaftskolleg_innen, anders als „etwa 150 Punks, Altline und Autonome“ vor der Tür. Gut das der Mann studiert hat.
Sein Kommentar zu den Buhrufen, etc., war dann folgender: „Ich bin erstaunt über die Proletarisierung des Publikums.“ Die Angst des Großbürgers vor dem Abstieg, da ist sie wieder.


6 Antworten auf “Die Elite und ihr Arschgesicht”


  1. 1 hostis omnium 04. Oktober 2010 um 12:42 Uhr

    Der Mann heißt Armin Nassehi. Ihr anonymer Orientalismus-Experte aus dem Internet.

  2. 2 Passive Aktion 22. März 2011 um 11:06 Uhr

    Solidarität mit den Arschgesichtern! Auch den Elitären!

  3. 3 Mike 27. Juli 2011 um 0:34 Uhr

    Der Besuch in Kreuzberg ist dem Sarrazin ja nicht wirklich gut bekommen :-)

  1. 1 Politologieprofessor schlägt Sarrazin mit eigenen Waffen « La vache qui rit. Pingback am 03. Oktober 2010 um 0:34 Uhr
  2. 2 Politologieprofessor schlägt Sarrazin mit eigenen Waffen « meta . ©® . com Pingback am 10. Oktober 2010 um 17:48 Uhr
  3. 3 Arschgesicht « Passive Aktion Pingback am 22. März 2011 um 11:17 Uhr
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