Archiv für Juli 2010

Radi-Razzia

Gestern wurde der Infoladen im Marat durchsucht. Den Bullen ging es um ein einzelne Ausgaben von Radikal und Interim, die Anleitungen für Brandsätze beinhalten. Jetzt, da die detaillierten Bauanleitugnen nicht mehr verfügbar sind, ist endlich mal Schluss damit dass Chaot_innen Kohleanzünder an Autoreifen in Münchner zene-Vierteln lehnen. P.S.: „Es ist klar, dass wir uns sowas nicht so einfach bieten lassen. Es ist aber auch klar, dass wir Zeit und Ort unserer Reaktion selber bestimmen. Don‘t shit where you eat.

Krisen-Anime

Ein kurzer Vortrag von David Harvey über die Krise, wo sie herkommt und so weiter – aufs allerliebste animiert:

Das Filmchen kommt ursprünglich von hier, drauf gestossen bin ich via neoprene.

Von Harvey stammt auch der sehr lesenwerte Text „A right to the city“, in dem er sich mit kapitalistischer Urbanisierung auseinander setzt. Urbanisierung wird hier unter den Aspekten „Klassenkampf von oben“ und im Zusammenhang mit Makroökonomischen Entwicklungen, Krisen und Finanzmärkten beschrieben. Gut erklärt, relativ globaler Ansatz, aber nicht geeignet um unmittelbar praktische Perspektiven zu entwickeln.

Planet Monaco – Lasst die Spiele beginnen!

Seit hat München einen eigenen Planet – will heissen: Ihr seht auf einen Blick, bzw. Click, was es so neues von Münchens „linken, antirassistischen, feministischen und so weiter blogs und Seiten“ gibt. Angeblich soll es dafür irgendwann eine schicke Domain geben, bis dahin merkt ihr euch Planet minus Monaco Punkt Jogspace punkt Net.

Die unter euch, die selber Sites mit München Fokus betreiben, können sich ein paar Sachen überlegen. Planet Monaco hat ein Archiv und zieht die Beiträge samt Tags. Das heisst, wenn sich alle Seitenbetreiber_innen auf einen halbwegs einheitlichen Tag-Gebrauch einigen würden (Als Vorgehensweise schlage ich chaotisches voneinander abschauen vor), könnten wir auf einen Klick alles finden, was in den letzten Jahren in München zum Thema Versammlungsrecht geschrieben wurde. Wär super, ist noch Zukunftsmusik. Zwotens, wie wärs denn den Planet überall einzubinden, so dass alles neue vom Planet gleich bei euch erscheint, etwa so wie hier auf der Startseite rechts unten? Praktisch, und führt zu einer besseren Sichtbarkeit der jeweiligen Seiten bei allen möglichen Suchmaschinen. Dieser blog verdankt sein gutes ranking auch der Tatsache, dass sehr viele blogport-blogs den Planet X-Berg auf der Startseite eingebunden haben, das heisst Suchmaschinen finden pro neuem Artikel von mir soviele neue Links, wie blogs den Planet eingebunden haben.

Ich kriege es nicht hin, den dazu nötigen Code hier anzuzeigen ohne das er z.T. interpretiert wird. Aber ihr könnt ihn euch aus der Source meiner Startseite kopieren.

Bislang sind ziemlich viele Gruppenseiten und eine handvoll blogs gefeatured, wer dabei sein will kann sich bei support[at]jogspace.net melden. Auf jeden Fall hat jetzt München einen Internet-Ort zu zoffen, diskutieren, sich informieren. Mal schaun ob das gut geht.

Nazis: Tausche Kader gegen Räume

Eine gute und ein schlechte Nachricht, was die Münchner Naziszene betrifft. Faschos um Roland Wuttke, haben eine Immobilie in Forstenried angemietet. Schon wieder. Das letzte Mal war es den Vermietern leicht möglich sie rauszuwerfen, da sie im Mietvertrag als Verwendungszweck „Lagerräume“ angegeben hatten, tatsächlich aber die Räume für Veranstaltungen genutzt haben. Ganz so dumm waren sie diesmal nicht, wir können also nicht davon ausgehen dass die Faschos von alleine ihre neue Nachbarschaft aus Bullenrevier und Knabenchor verlassen. Damit wären Münchner Faschos wieder in der Lage, unkompliziert Saalveranstaltungen zu machen – mit dem ganzen Charme eines Souterrains in einem Gewerbebau.

Fragt sich nur, wer den Raum bei der Eröffnung bespielen soll. Felix Benekkenstein aka „Liedermacher Flex“schonmal nicht, der sitzt nach eigenen Angaben im Knast und bettelt auf Altermedia um Spenden. Nicht dass sich der Nachwuchstroubadix mit der Nazicrew um Wuttke herum so richtig gut verstehen würde. Scheinbar hat Bennekenstein auch gleich noch zwei andere Faschos hingehängt, die bei einer mit Flaschen ausgetragenen Prügelei im Kunstpark auf der anderen Seite gewesen sein sollen. Phillip Hasselbach und eine weiterer Fascho (Hier ein Gerücht wer das sein könnte) wurden der gleichen Quelle nach wegen dem Verdacht des versuchten Totschlags in U-Haft genommen.
Das klingt ganz gut: zwei bis drei aktivere Faschos erstmal weg von der Strasse, bestehende Gräben bei denen vertieft. Sicher ist dazu aber erstmal nix, die einzigen Quellen dazu sind Faschos.