Worüber ich in den letzten Wochen gebloggte hätte, wenn das Wetter schlechter und ich motivierter gewesen wäre.

Für diesen blog habe ich grad weder viel Zeit, noch viel Motivation – deshalb sind euch diese Artikel bisher entgangen, keine Ahnung was ich davon noch so nachliefere:

* Ein Artikel darüber, dass vor ein paar Jahren Antirassismus in der Autonomen Linken Münchens noch verankerter war (Fürth! Lagerland Demo!), nebst einen Hinweis darauf dass ja bald Lagerschliessungstage sind und sich das vielleicht mal wieder zum besseren verändert.

* Den ganzen „Kurras war bei zwei Bullereien! Die Kommies haben doch angefangen!“ Diskurs dissen.

* Ein ausführlicher Mittenwald-Text, wo drin steht dass Mittenwald heuer ein krass ergreifender Abschluss war, gleichzeitig aber erkennbar die Luft raus ist, die Mobilisierung in München so selbstgenügsam war dass es an konspirativ grenzt und dass nicht nur deshalb viel zu wenig Leute da waren.

* Ein best-off der Europawahlplakate, mein Favorit ist die Bayernpartei mit „Kriminalität verbieten!“, „Jesus mach alles wieder neu“ ist aber auch gut.

* Eine fundierte Kritik am Aktionskonzept der Apfelfront, der Inhalte die das vermittelt und der Befriedungsstrategie die darin steckt.

* Etwas dazu, warum wählen Scheisse ist, ganz grundsätzlich und weils wenn überhaupt was wählbares nur eine sozialdemokratische Linkspartei gibt, die langsam aber sicher ihren linken Rand rauskickt, und nichtwählen auch trist, weil das derzeit nicht Ausdruck einer starker ausserparlamentarischer Kämpfe ist, sondern nur individualisierter Trotz – legitim, aber nicht ziehlführend.

* Ein Diss auf web 2.0 social-networking und die Tendenz, soziales Leben anonymisiert ins internet zu verlegen, unter Verweis darauf dass die Struktur der Kommunikation dort einen explizit marktschreierischem Zugang zur eingenen Selbstdarstellung begünstigt.

* München, gentrifizierteste Stadt Deutschlands, alles zu spät, trotzdem Vandalismus.

* Eine Umfrage starten, was der bis dato beste oder schlimmste linke Umgang mit der ganzen Obamania ist – „Smash we can“ find ich immer noch klasse, „Obama kommt – wir auch!“ von Libertad! ist einfach furchtbar.

* Ein historischer Rückblick auf die Zeit 2002-2004, als Freiräume im weitesten Sinne ein wichtigeres Thema in der aktionistisch orientierten Linken Münchens waren, was so die highlights waren (der komplette Sommer 03, mit RTS und Ritterspielen), was verhältnismässig schlecht funktioniert hat und was übriggeblieben ist.

* Diesen Sommer Gelöbnis in München, Schepperkrach!

* Die Münchner Antifa-Linke wird lustigerweise manchmal als eine Art grosse Graffiti-crew wahrgenommen.

* Was können Politblogs, und was nicht?


3 Antworten auf “Worüber ich in den letzten Wochen gebloggte hätte, wenn das Wetter schlechter und ich motivierter gewesen wäre.”


  1. 1 boa 16. Juni 2009 um 11:18 Uhr

    “ * München, gentrifizierteste Stadt Deutschlands, alles zu spät, trotzdem Vandalismus. “

    Wo wurde in München gentrifiziert?

  2. 2 Bikepunk 089 16. Juni 2009 um 11:55 Uhr

    Schwabing, Westend (spätestens seit KPMG und europäisches Patentamt jeden Mittag tausende zahlungskräftige Yuppies ins Viertel spucken), Glockenbachviertel, Haidhausen – alles Viertel die mal einen Flair zwischen alternativ und Scherbenviertel hatten, und jetzt einfach nur noch schick sind.

    Aktuell sind Sendling und das Dreimühlenviertel dran, Vermutungen gehen in die Richtung das Giesing/Au auch bald „aufgewertet“ werden.

    Das Problem ist auch, dass es hier wenig empirische Forschung dazu gibt, die oben aufgezählte Liste ist sicher nicht vollständig.

  3. 3 boa 16. Juni 2009 um 15:25 Uhr

    Va bene

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