Grüsse ins Exil

Ich will mal die Aufmerksamkeit auf zwei Münchner richten, die gerade etwas weiter weg sind. Globaltreter fährt gerade die klassiche Strecke Kairo-Kapstadt, natürlich mit dem Fahrrad. In seinem blog schreibt er über absurde Begegnungen mit steinewerfenden Jugendlichen, vor allem aber über Pannen.
Teacherboy in Sokodé unterrichtet Deutsch in, nun ja, Sokodé, einer Stadt im Norden von Togo, vergleichbar mit Rosenheim. Hier geht es viel um Alltagsbeobachtungen im „transnationalen Raum“ Sokodé:

In migrationswissenschaftlichen Uni-Seminaren geht es ja oefters mal um sogenannte « transnationale Raeume », die durch Migration zwischen den Herkunfts- und Ziellaendern geschaffen werden. Nun, hier in Sokodé schaut’s ganz konkret so aus, dass ich taeglich Leute treffe, die entweder Angehoerige in Deutschland haben oder die selber schon mal in dort gelebt haben – es ist schon erstaunlich, wie viele Leute hier zumindest ein bisschen Deutsch koennen. Von den « Zurueckgekehrten » sind die wenigsten, mit denen ich gesprochen habe, freiwillig wieder hier, sondern sie wurden abgeschoben. Verdammte Scheisse! Einer war nach seiner Abschiebung erstmal laengere Zeit im Knast, ein anderer ist hier gar nicht mehr recht auf die Fuesse gekommen und psychisch durchgeknallt.