Keine Airbags für das BZÖ!

Heute morgen hatte der Kärntner Nazi-Politker Jörg Haider einen für ihn selbst tödlichen Verkehrsunfall. Der Kärntner Naturbursch legte dabei eine durchaus beachtliche sportliche Leistung hin, gelang es ihm doch aus einem Überholmaneuver heraus direkt einen Überschlag einzuleiten und dann noch mit dem Wagen, ein VW Phaeton, auf den Rädern zu landen. Ob HC Strache da mithalten kann?
haiders karre
Bei seiner Partei BZÖ fehlt mal wieder der Blick fürs sportliche, Generalsekretär Petzner spricht gar von einem „Weltuntgergang“, wärend der Haider Stellvertreter Dörfler beobachtet haben will wie die Sonne vom Himmel gefallen ist.
Für Linke ist Haiders Tod ein Grund, die Sektkorken knallen zu lassen, fehlt doch jetzt ein wichtiges Zugpferd der extremen Rechten in Österreich. Da im BZÖ kein Nachfolger aufgebaut wurde, dürfte diese Partei absehbar gelähmt sein. Schade nur, dass Haider seinen Salto mortale erst nach der Wahl hingelegt hat.


6 Antworten auf “Keine Airbags für das BZÖ!”


  1. 1 blackone 11. Oktober 2008 um 15:51 Uhr

    Ich schätze mal die werden entweder wieder in die FPÖ eingegliedert oder verschwinden in der Bedeutungslosigkeit, was aufs gleiche rauskommt weil beides ihre Wähler an die FPÖ weiterleitet.

  2. 2 Entdinglichung 13. Oktober 2008 um 11:01 Uhr
  3. 3 Bikepunk 089 13. Oktober 2008 um 12:25 Uhr

    Aus dem Text, den Entdinglichung verlinkt hat:

    Was aber bedeutet der harte Haidersche Aufprall auf Kärntner Heimaterde für die österreichische Politik? So sehr wir verstehen, wenn sich viele Menschen offen (und insgeheim) über das vorzeitige Ende des „Arisierung“sprofiteurs und Ziehvaters des österreichischen Rechtsextremismus freuen, so warnen wir nachdrücklich vor der Hoffnung auf positive politische Folgen – und das aus drei Gründen.

    Erstens ändert der Tod Haiders nichts an der gesellschaftlichen Breite, die rassistische und rechtsextreme Haltungen in Österreich haben. Für die Vorreiterrolle, die Haider für Rassismus und Rechtsextremismus in den 90er Jahren gespielt hat, ist er heute nicht mehr nötig; dafür haben sich mittlerweile Andere gefunden.

    Zweitens wird jetzt womöglich auch noch ein Mythos um Haider aufgebaut werden können.

    Drittens: Das BZÖ war zuletzt elektoral auf der Überholspur, nach Haiders Bruchlandung wird es jetzt wohl auf der Strecke bleiben. Ohne seine Galionsfigur und Haiders Verankerung in Kärnten wird es die orange Truppe sehr schwer haben, sich bei künftigen Wahlen zu behaupten. Nun ist es um das BZÖ echt nicht schade. Der um Haider gruppierte Haufen von rechten Burschenschaftern, Yuppies und KarrieristInnen hat sich seinen Platz am Misthaufen der Geschichte mehr als verdient. Aber profitieren wird davon vor allem die FPÖ. Strache wird gezielt und erfolgreich um die BZÖ-Basis (Funktionäre und WählerInnen) werben. Und auch wenn es zu keiner Wiedervereinigung des „dritten Lagers“ kommen sollte, werden viele BZÖlerInnen individuell oder in Gruppen dem Lockruf der blauen Brüder und der von ihnen angebotenen Posten folgen.

  1. 1 Das leichte Grinsen « Medium Pingback am 11. Oktober 2008 um 16:15 Uhr
  2. 2 Einer weniger! « infovs Pingback am 11. Oktober 2008 um 18:48 Uhr
  3. 3 142 km/h in einer Tempo-70-Zone « Entdinglichung Pingback am 13. Oktober 2008 um 11:16 Uhr
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