Wir sind keine Jesus-Fans, wir sind Frauen Hooligans!

Yay, das war ein gutes Wochenende … der Aufmarsch von christlicher Fundis und Münchner Nazis wurde durchgehend massiv gestört. Einen guten Bericht findet ihr auf indymedia und der Seite des asab_m, die Crew von Luzi-M ist sich uneins, ob sie die Aktionen und Mobilisierung erfolgreich oder eher gescheitert findet. Angesichts dieser Fülle an Berichten spare ich mir die chronologischer Erzählung und zitiere hier ein paar Highlights aus Berichten und Kommentaren.

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Nachdem die Fundis, wohl wegen der unübersichtlichen Szenerie am Marienplatz auf die Holzkreuze verzichtet hatten konnten sie nur noch einige wenige Pappschilder, so wie ein großes hölzernes Portrait der “Jungfrau Maria” tragen. Dies allerdings zunächst nicht all zu weit, da plötzlich zwei Männer direkt vor dem Holzportrait anfingen, sich zu küssen. Dies ekelte die Christ_innen so sehr, dass sie sich weigerten, die “Jungfrau Maria” an dieser Szene vorbei zu tragen. Statt dessen zogen sie einem der Küsser die Gottesmutter über den Schädel, bis das Paar den Weg frei machte.

Ein autonomer Antichrist findet auf indymedia:

die Mobilisierung gegen diesen 1000-Kreuze-Marsch war auch in dem Sinne ein Erfolg, als dass die linke Szene in München mit einem (durchaus sensiblen) Thema konfrontiert werden konnte, OHNE dass es zu den in der linken Szene in Deutschland leider üblichen Reibereien auf eingefahrenen Schienen a la „PC-Faschisten“ vs „Antifa-Macker“ gekommen ist.

Als alte Meckerziege muss ich natürlich schon anmerken, dass eine Auseinandersetzung mit Sexismus leichter fällt, wenn sich der in absurden Gebetszügen manifestiert, und nicht in den eigenen Binnenstrukturen, Arbeitsteilungen, Beziehungen … trotzdem ist dem Antichristen zuzustimmen – durch die Mobilisierung wurde eine Diskussion aufgemacht, ohne gleichzeitig Gräben aufzuwerfen.
Auf indymedia verteilt ein alter Hase Props:

Bei den actione waren sauviele Leute dabei, die ich sonst nie auf Demos sehe – allein dass ist schonmal cool. Und ganz viele waren von Start bis Ende dabei, aber mit vollem Elan. Trotz Einschüchterungsversuchen und Übergriffen der Cops, trotz dem dass alles lange ging (fast 6 Stunden), und so weiter.
Gerade von Leuten, die sich nicht mit schnöder Regelmässigkeit mit Bullen anlegen, finde ich dass um so beachtlicher. Mad Props to all of you!

Dem will ich mich mal anschliessen.

Und nun zur Wette. Im*moment*vorbei beweist Sportsgeist, und erkennt neidlos an das München mehr gerockt hat. Ich finds gut, dass dieser sportliche Wettkampf nicht in einem nervigem Hickhack endet, und freue mich deshalb ganz besonders über diese Fairness.
Die Wette verloren hat auch nicht Berlin – die gewinnen eher schicke Aufkleber – sondern die Abtreibungsgegner_innen, die sich ernsthaft überlegt hatten ihren Marsch abzublasen, die massivst geärgert wurden und die damit rechnen müssen dass ihre öffentlichen Aktionen öfters von linker Seite gestört werden.


5 Antworten auf “Wir sind keine Jesus-Fans, wir sind Frauen Hooligans!”


  1. 1 im*moment*vorbei 06. Oktober 2008 um 14:42 Uhr

    die links zu meinem blog funzen leider nich…
    soll ich dir jetze eigentlich einfach mal nen layoutvorschlag zukommen lassen, oder wie stelltse dir dit vor?

  2. 2 Bikepunk 089 06. Oktober 2008 um 15:25 Uhr

    Ich wollte mich die Tage mal hinsetzen und selber was machen. Wenn du schon eine grobe Idee hast und Lust sie umzusetzen, schick sie mir, und wir reden dann weiter.
    Und danke für den Hinweis mit den Links, wird flugs repariert.

  1. 1 WeißBlauBUNT: Nachlese der Münchener Feierlichkeiten gegen Patriarchatsfreund_innen in München « Gegen Abtreibungsverbot und christlichen Fundamentalismus! Pingback am 06. Oktober 2008 um 18:55 Uhr
  2. 2 Reaktionen auf Samstag « Antisexistisches Aktionsbündnis München Pingback am 08. Oktober 2008 um 9:01 Uhr
  3. 3 and the winner is… « im*moment*vorbei Pingback am 10. Oktober 2008 um 16:41 Uhr
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