Reverse Graffiti?

Via nerdityourself bin ich auf einen jetzt.de Beitrag über sog. reverse Graffiti gestossen – mit Bürsten oder anderen Reinigungsmitteln werden Graffiti in Dreck gezeichnet. Was nach einer genialen, repressionssicheren Methode klingt, funktioniert in München nur bedingt. Hier gibt es verflucht wenig Dreck, mit dem Mensch arbeiten könnte.
Ausserdem ist mir ein Fall bekannt, in dem ein Mensch wegen Sachbeschädigung angezeigt wurde weil er einen (Nazi-)Aufkleber abgekratzt hatte. Ein Bulle, der in Zivil auf dem Heimweg von der Arbeit war hatte ihn gesehen und festgehalten, Anti-Antifa in Aktion. Das Verfahren wird vermutlich wegen totaler Absurdität eingestellt werden, Stress und ein paar Stunden auf der Wache hat es aber jetzt schon gebracht. Wirklich Repressionssicher sind aber wohl nur harmlose Botschaften auf der eigenen Wand.
Um hier keine Paranoia zu verbreiten, es wurden in den letzten Monaten etliche Fascho-Aufkleber übermalt, überklebt oder abgekratzt, ohne dass irgendwer deshalb Stress hatte – Keep up the good work!


2 Antworten auf “Reverse Graffiti?”


  1. 1 Adorno Schwarzenegger 29. August 2008 um 1:15 Uhr

    „Ausserdem ist mir ein Fall bekannt, in dem ein Mensch wegen Sachbeschädigung angezeigt wurde weil er einen (Nazi-)Aufkleber abgekratzt hatte. “

    Das ist nicht dein Ernst, oder?

  2. 2 Bikepunk 089 05. September 2008 um 13:27 Uhr

    Ehrlich gesagt eine blöde Frage, ich betreibe diesen blog eigentlich nicht um Mist zu erzählen. Ja, das ist so passiert.

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