Rematch im Fahnensport!

„1021, wir singen 1021 …“ hiess es vor zwei Jahren in Nürnberg – die dortigen Genoss_innen hatten etwas Volxsport betrieben, und eben so viele Schlandfahnen eingesammelt und den Flammen übergeben. Auch in anderen Städten wurden Schlandfahnen gesammelt und puttgemacht, laut indymedia z.B. 967 in Bremen, in Berlin will eine Team alleine 1500 Schlandlappen gesammelt haben. Anderswo wurden Leute destruktiv-kreativ, und verwandelten die Schlandlappen in schwarzrote Fahnen.
Und München? Eine kurze Umfrage im Bekanntenkreis ergab: Die Fränk_innen hätten wir schon schlagen können, mehr als Tausend Fahnen gab es sicher. Leider wurde es verpeilt, eine kleine Feier um deren Vernichtung herum zu organisieren. Aber die EM läuft, und die Sammelei auch. Natürlich gilt es, sportlich fair zu bleiben, und nicht Fahnen die seit der WM in diversen WGs vor sich hin modern zu verwenden.

Auch verschiedene rechte Sturmgeschütze haben den Fahnensport entdeckt: Der Focus beschreibt ihn als Kitt des linken Wirr-Gefühls, Die Bild findet das urinieren auf Schlandfahnen Schwarz-rot-GESCHMACKLOS
(via waiting, hier findet sich auch Abriss dazu wie hohl das nattionale Wir-Gefühl faktisch ist.)

Selbstverständlich (wir leben hier immerhin in Deutschland) ist der Fahnensport verboten, unter anderem als „Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole“. Hierzu will ich euch allen die Prozesserklärung einer Genossin ans Herz legen, die wegen rufen der Parole „BRD, Bullenstaat, wir heben dich zum kotzen satt“ angeklagt wurde (kein Witz):

Jenseits der Frage, was ‚Verunglimpfung‘ überhaupt sein soll – es wird wohl sowas wie Beleidigung sein – muss mensch doch bezweifeln, dass ein Staat – ein Konstrukt! ein Gebilde! – überhaupt Gefühle haben kann, wie sollte er sich verunglimpft oder beleidigt fühlen??

Es wird aber von diversen Staatsuntertanen die Meinung vertreten, dieser genannte Spruch verunglimpfe – was ist den eigentlich verglimpfen??? – den Staat. Bei exakt der selben Sorte Leuten muss mensch jedoch feststellen, dass sie selber keine Probleme haben, andere Menschen als Chaoten zu beleidigen, willkürlich zu beschimpfen, zu diffamieren, zu verprügeln, anzuklagen, zu verurteilen, zu schikanieren. Alles im Namen eines Staates, der wegen eines kleinen Spruches jetzt die beleidigte Leberwurst macht. Eine ganz schöne Mimose dieser Staat!


1 Antwort auf “Rematch im Fahnensport!”


  1. 1 Fahnensportliga « Medium Pingback am 12. Juni 2008 um 14:46 Uhr
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