1. Mai Nachlese

Viele aus München waren am ersten Mai in Nürnberg, bei der guten Demo und bei den frustigen Versuchen, an x Bullenabsperrungen vorbei auf die Naziroute zu kommen und selbige zu blockieren. Auf zwei Nettigkeiten davor und danach will ich nochmal hinweisen.
Zum einem auf die Vordemo, bei der die Stadt aufgefordert wurde den Nazis nicht unbedingt den roten Plüschteppich auszurollen. Der erste Mai selber hat gezeigt, dass es nicht gelungen ist genügen öffentlichen Druck aufzubauen. Aber eine öffentliche Auseinandersetzung darüber, wie ausgeprägt der politische Wille bei Polizei und Stadtspitze ist, Naziaufmärsche zu ermöglichen ist überfällig.
Wie erwähnt, am Tag selber ging nicht viel gegen die Nazis. Die Bullen hatten einen Stadtteil mit mehreren Raihen Gittern abgesperrt, wohl vor allem um zu verhindern dass der bürgerliche Kundgebung mit Beckstein als Redner durch effektive Blockaden die Show gestohlen wird. Als Reaktion darauf ist dann wohl diese Street-Art Aktion zu sehen: „… haben AktivistInnen eine Parole am Rathenauplatz auf das Gebäude der bayrischen Beamtenversicherung gesprüht. Dort stand zu lesen: 1. Mai Nazis laufen dank Bullen und Stadt. Außerdem war die Nürnberger SPD-Zentrale Ziel eines Farbanschlags geworden, der auch das Glas der Tür nicht ganz ließ.


1 Antwort auf “1. Mai Nachlese”


  1. 1 blogger 05. Juni 2008 um 14:17 Uhr

    Ich finde das immer wieder ermutigend zu sehen, dass bei jedem solchen Aufmarsch auch gleich eine Gegendemonstration stattfindet, die dann auch noch ein Vielfaches an Menschen mobilisiert.

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