Repression statt Feindschaft

Die Jugendbeilage der SZ, jetzt, hat verschiedenen Stadratskandidat_innen Fragebögen vorgelegt. Der rechte Scharfmacher Seppi Schmid (CSU Bürgermeisterkandidat, Nazi-Wahlhelfer) auf die Frage, was er gegen eine einwandererfeindliche Stimmung zu tun gedenkt:“Deutlich machen, dass […] das Alltagsleben in unserer von deutscher Kultur und den deutschen Regeln des Zusammenlebens beherrscht wird
Logisch gesehen völliger Blödsinn, er sagt ja damit dass allen „Einwanderer_innen“ deutsche Kultur und Regeln aufgeherrscht werden müssen, das wenn mal nicht feindselig ist. Aber als Appell an den bornierten Hausverstand des Stimmvieh, für das immer „die anderen“ schuld sein müssen, wird es wohl funktionieren.

Die Frage nach „einwandererfeindlicher Stimmung“ ist schlecht gestellt. Es geht um blanken Rassismus, der Antipathipunke nach äusserlichen Merkmalen wie Sprache, Kleidung, Haut- und Haarfarbe verteilt – egal ob die, die da beurteilt werden frisch eingewandert sind oder nicht. Aber das Kind „Rassismus“ beim Namen zu nennen, das behagt dem journalistischen Hausverstand nicht.