Joseph Schmidt als Bürgerschreck

Ein Fahndungsbild, auf dem zu sehen ist wie eine verschwommene Gestalt gerade nach einer weissen Shilluette tritt, in dieser steht „Damit Sie nicht der nächste sind“ – so verbreitet das aktuelle Wahlplakat der CSU Panik.

Der designierte Wahlverlierer der CSU, Seppi Schmidt1 behauptet, mit diesem Wahlkampfthema den zwei Nazi-Listen Wähler_innen abspenstig machen zu wollen. Tatsächlich dürften die sich eher freuen, dass einerseits ihre offen rassistische Rethorik sich neben dem Getöse von „Hessenhimmler“ (Titanic) Koch, Peter „Gauleiter“ Gauweiler und Joseph „Seppi“ Schmidt nicht mehr so skandalträchtig liest, und sie andererseits in der komfortablen Position sind, die Stadtratsparteien von aussen kritisieren zu können. Insgesamt bewegt sich in der aktuellen Debatte um sog. „Ausländergewalt“ die CDU/CSU weiter nach rechts, die Faschos können sich freuen dass einige ihrer Postionen und Formulierungen enttabuisiert werden.
Seppi Schmidt war schonmal durch Faschorethorik aufgefallen, als er ankündigte die „Laus in der Mähne des bayerischen Löwen“ (gemeint war die Münchner SPD) auszumerzen. Siehe auch Telepolis zum gleichen Plakat, interessant ist das sogar die Münchner Polizei sich gegen die Panikmache verwehrt.

  1. In München stellt die SPD schon ewig den OB, speziell Ude wird wohl nie abgewählt werden. OB Kandidaten stellt die Münchner CSU aus Prinzip, nicht weil sie eine Chance hätten. [zurück]

3 Antworten auf “Joseph Schmidt als Bürgerschreck”


  1. 1 sm 13. Januar 2008 um 14:18 Uhr

    ich hab das plakat bis jetzt noch nicht in der Stadt gesehen. wo gibt es denn das zu bestaunen? Oder hat man jetzt doch kalte Füße bekommen?

    mir tut der arme kerl schon wieder leid, der da verprügelt wurde und jetzt auch noch als wahlkampfwerkzeug von der csu missbraucht wird.

  2. 2 Administrator 13. Januar 2008 um 15:19 Uhr

    Ich hab das Plakat schon eine handvoll mal in der Stadt gesehen, immer als eines an so einem dreifachständer. Kann sein, dass die noch nicht so viele der alten Plakate ausgetauscht haben. Aber es hängt definitv, und die Münchner CSU ist fest entschlossen es hängen zu lassen.

    Der verprügelte Aktivbürger wird als Wahlkampfwerkzeug von der CSU missbraucht, da hast du schon recht – Gewinne einfahren tuen aber bei der Kampagne in erster Linie die rechtsaussen-listen, BIA und promünchen.

  1. 1 Die Nazis sagen dankeschön | bikepunk 089 Pingback am 22. Januar 2008 um 15:06 Uhr
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