Archiv für Mai 2007

„Habt’s ihr Gewehre?“

Ein freundlicher Passant angesichts eines Transpis „Siko und G8 angreifen“:

Mit was wollt’s ihr die den angreifen? Mit der Kalashnikov? Oder doch bloss ein Revolver?

Das wir keine Schusswaffen hernehmen hat er uns geglaubt, aber finde mal von so einer Frage den Bogen zu dem was du politisch willst.

Aufgehübscht

Mehr Spalten, ein aside für Termine, ein Bild im Header. Geplante weitere Änderungen sind, den Font in den Sprechblasen auf etwas Comic-mässigeres zu ändern, und gegen die orangen Kästen vo zu gehen. Aber nicht mehr heute.

14 – 20.05

16.05 Infoveranstaltung über Globalisierungskritk von rechts und den Faschoaufmarsch in Schwerin, Im Marat.
17.05 Tierlinkskafe im Marat
18.05 Anti-G8 soli-konzi im Marat: Irie Invaders & Raggabund.
19.05 Auftaktdemo der Bundesweiten Karawanetour.
20.05 Demo gegen das Annabergedenken in Schliersee.

Gewalt, Gewalt, Gewalt.

Die Razzien letzte Woche haben, soweit mir bekannt, zu keinen Distanzierungen innerhalb der anti-G8 Mobilisierungen geführt. Diese Solidarität aus dem nicht-linksradikalen Spektrum ist sehr erfreulich. Sie hat aber auch damit zu tun, dass die Bullen den gar zu grossen Vorschlaghammer ausgepackt haben, viel Kritk in der bürgerlichen Presse bezieht sich auf den Gummiparagraphen 129a im allgemeeinen, die dünne Begründung der Durchsuchungen im besonderen und darauf, das diese Repression eher mobilisierend wirken würde. Die Frage, wie legitim oder nicht Militanz sein kann kommt in diesem Diskurs nicht vor, und drängt sich deshalb auch nicht so auf. Ich vermute dass bei vielen, die sehr genau wissen was sie von den Razzien halten, nämlich gar nichts, sich schon die Frage stellt, wie politische Gewalt zu beurteilen ist. Es gibt ausserdem auch die Tendenz, Aktionen die mensch nicht so gut findet, weil es z.B. zu sehr scheppert, sofort irgendwelchen agent provocateurs zuzuordnen. Dahinter steckt für mich auch eine Mischung aus mangelnder Bereitschaft, sich mit anderen politischen Selbstverständnissen auseinanderzusetzen, und mangelnder Transparenz und Vermittlung bei manchen Aktionen. Deshalb ein paar Texte, die für die Diskussion interessant & nützlich sind – ohne dass ich hinter allem was da so vertreten wird stehe:
Eine etwas chaotische Sammlung der Projektwerkstatt – alles auf einer Seite, was das zurechtfinden etwas erschwert. Hier finden sich Zitate von verschiedenen „Gewaltfreien“ und weniger Gewaltfreien. Strukturierter ist der Text Umweltschutz von unten: Die Frage der Gewalt, auch dort. Sehr systematisch werden verschiedene Thesen, die für den Verzicht aud politische Gewalt sprechen auseinander genommen. Lesenswert, aber trocken – für die, die es genau haben wollen, und für die die Anregungen suchen um mit anderen zu diskutieren.
Aus einer völlig anderen Perspektive wird sich dem Thema in „Politische Militanz gestern und heute“ genähert. Hier wurden 2 Menschen interviewt, die sich in der autonomen Linken verorten, ein Antifa und eine die nach Selbstbeschreibung ihre Polit-Sozailisation in einer sozialisitschen Jugendgruppe hatte. Die Interviewform, und vor allem dass die beiden ihre heutige Einstellung in einen Zusammenhang zu ihrem Werdegang stellen macht „die Militanten“ etwas plastischer. Für die, die etwas weniger trockenes wollen, und für die die wissen wollen was in den vermeintlichen agent provocateurs so vor sich geht.
Oft werden Aktivist_innen, die auf „Gewaltfreiheit“ setzen, als naive Hippies angesehn und ausgelacht. Ein möglicher Begriff von Gewaltfreiheit:

“Ziviler Ungehorsam – das persönliche, demonstrative und öffentliche Übertreten und Missachten von Gesetzen, die die Gentechnik durchsetzen sollen – stellt für uns die adäquate Antwort auf die massive Bedrohung dar, der wir alle ausgesetzt werden. (…) Die Feldbefreiung macht sichtbar, dass die Gentechnik keine Akzeptanz hat und geächtet wird, ähnlich der Ächtung der Atombombe. (…) Wir tun dies auf gewaltfreie Weise und stehen für unser Handeln ein. Bei unseren Aktionen wenden wir weder Gewalt gegen Menschen an, noch tragen wir Geräte mit. Wir wollen niemanden gefährden und zeigen, dass von uns keine Bedrohung ausgeht. Unsere Mittel sind einzig unsere Körper und der Geist der Ent- und Geschlossenheit.”

Aus dem Text „Wider die so genannte Gewaltfrage“ von nolager Bremen, über solidarische Pressearbeit.

„…Rothschild?“

München, Stachus, Oaxaca-solikundgebung. Ein Passant, nachdem ihm erklärt wurde was es mit dem Aufstand in Oaxaca auf sich hat:

Aha. Und was halten sie von den Rothschilds, die das alles steuern?

Die Sicherheit, mit der dieser Knallkopf behauptete das die Rothschilds hinter den Vorgängen in Oaxaca stecken, unmittelbar nachdem er zum ersten Mal gehörte hatte das es diesen Ort überhaupt gibt zog mit schier die Schuhe aus, mir ist fast nichts drauf eingefallen. Aber was soll mensch so einem Trottel auch erzählen?

„Was sollen die Leute denken!“

Ein älterer Atacci bei einer Demo gegen einen EU-Gipfel in Salzburg, gegenüber einer vermummten Person:

Entschuldigung, warum laufen sie denn so rum? (…) Ich finde das nicht so gut. Ich demonstriere hier, mit meinem Gesicht, und dann sind da Sie in diesem Aufzug. Das sieht doch so aus als seien wir alle gewalttätige Chaoten! Auch die Fernsehbilder sind dann nicht so gut.

Die Antwort der so angesprochenen Person (oder was mein Gedächtnis seither daraus gemacht hat) poste ich erst, wenn andere Vorschläge da sind, was in so einer Situation dem Attaci erzählt hätte werden können.

Moscheebau & Faschowahlkampf in München

Die geplante Moschee in Sendling wird vermutlich ein wichtiger Teil des Fascho-Wahlkampfes in München 2008, bei dem auch die Fascho-Liste „pro München“1 antritt. Dabei könnte es interessant sein, einen Blick nach Berlin zu werfen, auf die Auseinandersetzungen in Heinersdorf. Um Fragen bezüglich antiislamischen Rassismus kommen wir vermutlich kaum rum. Die gestrige Veranstaltung im fernen Berlin zum Thema dürfte interessant sein. Mischnitte sind angkündigt, und scheinbar wars gut.

  1. hxxp://www.promuenchen.com/index.html [zurück]

Was der Naziaufmarsch in Schwerin nicht ist.

Fast zeitgleich zur internationelen Grossdemo ist in Schwerin ein Naziaufmarsch, auch gegen den G8. In vielen Gruppen die gegen den G8 mobilisieren werden in der letzten Zeit Diskussionen gelaufen sein, ob mensch lieber nach Schwerin oder nach Rostock mobilisiert, bei anderen stehen diese Diskussionen noch an. Wer wohin mobilisiert, und wohin nicht, und die Gründe dafür sind es alle wert, diskutiert zu werden – aber darum soll es hier nicht gehen. Mir geht es in diesem posting primär darum, zwei absurde Argumente im Bezug auf den Naziaufmarsch auseinander zu nehmen, die sich das prädikat „blöd blöd blöd“ redlich verdient haben.

Der komplex schwerin rät mit folgender Begründung von den anti-g8 Protesten ab:

wenn wir dir erzählen, daß auch die nachwuchsorganisation der npd in ihrem jahresausblick zu protesten gegen den g8- gipfel aufruft und sich die npd mit einer bereits angemeldeten demonstration in schwerin am zweiten juni als „einzige authentische anti-globalisierungspartei“ zu profilieren versucht, dann solltet du stutzig werden.

Stutzig werde ich höchstens, was meine Reiseplanung – Schwerin oder Rostock? – angeht. Ansonsten sind die Aktivitäten von Nazis kein inhaltliches Argument für oder gegen irgendwas, was Nazis tun sagt in erster Linie etwas über sie selber aus. Die in dem verlinktem Artikel unterstellte Ähnlichkeit zwischen Linken und Nazis wird auf 2 Arten konstruiert. Erstens werden Münte („Heuschrecken“) und Lafontaine zu Linken erklärt. Interessant dabei ist das Lafontaines rassistische Hetze gegen migrantische Arbeiter_innen von den Autoren des besagten Artikels nicht aufgegriffen wird, der Grund liegt in der zweiten Behauptung – sog. „verkürzte Kapitalismuskritik“ wird zum wichtigsten Merkmal der rechten Ideologie, Rassismus und Antisemitismus sind wenn es nach dem Komplex Schwerin geht nur noch Beiwerk: „die verkürzte, personifizierende kapitalismuskritik hat unweigerlich zur größten barbarei der menschheit geführt – der industriellen massenvernichtung von sechs millionen juden und jüdinnen.“ (auch da)
Auch den aktuellen Nazis geht es, in dem Bild das der Komplex Schwerin konstruiert, hauptsächlich um einen Antiimperialismus und Antikapitalismus. Nicht nur dass hier die Propagande der Nazis all zu leichtfertig beim Wort genommen wird, Rassismus kommt wieder nicht vor – und die ganz konkrete Bedrohung, die Nazis für nicht-weisse darstellen, die rassistischen Angriffe und Morde ebenso wie Angriffe auf vermeintliche Linke, werden zur Nebensache. Als ob die Nazis – in Meckpomm! – nur symbolische Politik machen würden. Bei dieser all zu offensichtlichen Verharmlosung der Faschos muss die Frage, warum mensch gegen den Naziaufmarsch mobilisiert extra beantwortet werden:

auch wenn – oder gerade weil – viele antiimperialistische gruppen und bündnisse bereits gegen den naziaufmarsch in schwerin mobilisieren, jedoch die strukturelle und argumentative verwandtschaft ihrer positionen mit denen von rechts außen fortwährend leugnen, ist es wichtiger denn je, an diesem tag flagge zu zeigen.

Während die einen gegen die linken sind, und deshalb gegen die rechten mobilisieren (immerhin), sind andere noch blöder:

Am 2. Juni ist ja Anti-G8-Naziaufmarsch in Schwerin… und ich muss sagen ich bin noch unentschlossen ob ich da wirklich zur gegendemo hin will… einerseits wirds wohl n ziemlicher Grosser Naziaufmarsch und es heisst ja, dass die Linken alle auf ihre eigenen Demos fahren und deshalb bei der Antifa-Action in Schwerin eher die angenehmeren Fraktionen vertreten sein werden.
aber andereseits… Warum soll ich mich zum hampelmann für die Anti-G8-Bewegung machen und ihnen die Nazis vom Leibe halten, damit sie nachher im guten Licht stehen weil sie ihre Bewegung ja so gut Nazifrei halten konnten?!
naja…. habe ja noch ein bischen zeit zum Überlegen…

Nazis sind hier nur noch ein Imageproblem, in diesem Fall eines der noglobals. Gehts noch? Wo bleibt da die konkrete realpolitische Wirkung, die ein ungestörter Naziaufmarsch hat? Die konkrete Bedrohung, die von ein paar hundert Faschos ausgeht? Der Demo in Schwerin ist Presseaufmerksamkeit sicher, auch wohlwollende. Für die Wirkung in die Gesellschaft ist es da aus antifaschistischer Sicht schon vor zu ziehen, wenn die Party der Nazis, wie es so schön heisst, „überschattet“ wird.
Auch hier wird wieder mal die Propagande der Nazis beim Wort genommen, und diese erstmal zu einem Teil der Bewegung erklärt, der erst wieder rausgehauen werden muss.

Beiden Argumentationen ist gemein, das Nazis verharmlost werden, dass sie zu einem reinem PR-problem erklärt werden. Da ist sicher viel Blödheit mit im Spiel, gleichzeitig steckt aber auch ein handfestes Interesse darin – die Abgrenzung von der Bewegungslinken: Um Nazis und Linke näher aneinander zu rücken, werden verbogene Bilder von beiden konstruiert, die zahlreichen rassistischen Morde durch Neonazis müssen beispielsweise verschwiegen werden, stattdessen wird die richtige Marx-exegese zur Scheidelinie zwischen Reaktion und Emanzipation erklärt. Der Naziaufmarsch und die G8-mobilisierung halten als Projektionsfolie für eine Auseindersetzung her, bei der er nur noch um intellektuelle Eitelkeit geht. Der Treppenwitz dabei ist, dass die Analyse über die Nazis in diesem Zusammenahng unglaublich dumm ist.
Aus meiner (bewegungslinken) Perspektive ist das einfach mal infame Disse, die mit komplett haltlosen Unterstellungen ein Nähe zwischen Nazis und mir konstruiert. Aus einer Antifa oder Antira Perspektive ist die verharmlosende Wahrnehmung der Nazis eine totale Katastrophe. Und all diejenigen, an die sich die verlinkten Texte (vor allem der Komplextext) richten – kommt ihr euch nicht verarscht vor?
Die haltlosen Behauptungen, der kumpelhafte „ich-will-dir-eine-Meinung-aufschwatzen- ohne-das-du-es-bemerkst“ Ton (fast so schlimm wie beim Linksruck), alles damit du in Schwerin Flagge zeigst? Über meine eigene Eselsgeduld gegenüber antideutscher Polemik wundere ich mich, über die derer die davon angesprochen werden sollen noch mehr.

G8: Was kann bei rumkommen?

Es gibt einiges, was mensch mit etwas Optimismus von der anti-G8 Mobilisierung erwarten konnte, aus linksradikaler Perpektive. Dazu hier ein kleiner Fragenkatalog, wenn der Gipfel ums Eck ist, will ich darauf zurückkommen, was tatsächlich geklappt hat. Ein andere gute Frage ist, wozu es so ein Grossevent braucht, und wozu nicht.

The revolution will not be televised, Riots will.
Was wird das Signal in die weitere Öffentlichkeit sein? Die guten Gipfelgegner_innen, die noch besseren NGO Vertreter_innen auf dem Gipfel und die bösen Krawaller@s – und zum Schluss spielt Grönemeyer? Oder doch die klare Ansage dass die G8 illegitim und der Kapitalismus scheisse ist, zusammen mit detaillierten Ausführungen über das Mecklenburgische Lagersystem, die globale Landwirtschaft und die Unmöglichkeit das Bombodrom militärisch zu nutzen?
Bei solch einem Grossevent haben können kleinere Aktionen eine grössere Wirkung erziehlen, weil die Vermittlung durch den Gesamtrahmen klar ist – wird das Bild durch kleine Aktionen bestimmt werden, oder durch die beinahe Parteien IL & Attac?

Bündnisse, Plattformen, Koordinationen, Netzwerke, Gangs
Zusammenarbeit klappt oft am besten Anlassbezogen, wenn ein gemeinsames Projekt ansteht. Für Bundesweite und regionale Bündnisse wird eine Frage sein, was nach dem Gipfel übrig bleibt – Wer arbeitet danach noch zusammen, wo wird das nächste Projekt angegangen, wo ein gemeinsames Projekt entwickelt? Für die zahlreichen lokalen Bündnisse stellt sich die Frage so wohl eher selten, hier sitzen meistens immer die üblichen Verdächtigen beisammen – mal als Bündnis gegen einen Naziaufmarsch, mal als anti-G8 Koordinierung.

Politisierung, Mehr werden, Szenepflege
Die radikale Linke besteht aus lauter Kampagnenprofis, zu oder gegen konkrete Events mobilisieren können wir am besten. Nicht wenige haben sich über solche Mobilisierungen politisiert, so gesehen wäre ein (zahlenmässiger) Aufwind für die radikale Linke nicht unwahrscheinlich. Das setzt vorraus, das ein Resonanzraum da ist – ein Szene die mit den Inhalten erreicht wird, und dafür auch zugänglich ist.

Tellerand und Szenesumpf
Wie ist es um Bündnisse bestellt, die mit Leuten und Initiativen ausserhalb einer linken Szene geschlossen werden? Aus welchen dieser Bündnisse entsteht eine dauerhafte Kooperation, aus welchen lieber nicht? Gipfelmobilisierungen gelten als Punkt, wo verschiedene Kämpfe zusammenkommen. Die Frage ist, ob lauter autonome Kampagnenprofis zusammenkommen (auch schon was) oder ob auch Leute vertreten sind die stärker in Alltagskämpfen stecken – konkretes Beispiel wäre die Initiative gegen das Bombodrom

Tips, Tricks, Können, Wollen
Grosse Gipfelmobilisierungen sind eine beliebte Gelegenheit, all das Wissen zu verbreiten, was mensch braucht um effektiv auf der Strasse zu agieren und die Feierabendhalbe un Freiheit zu genissen. Dazu gehören all die kleinen Broschüren mit Wissenswertem über Vermummung und erste Hilfe ebenso wie die Block-G8 Workshops, die zur Zeit und während der Aktionstage stattfinden, dazu gehört auch dass die tendenziell grösseren und eskalativern Aktionen für manch der Rahmen sind, in dem bestimmte Sachen das erste mal möglich sind und sinnvoll erscheinen. Werden allüberall in der BRD Bullen überfordert sein, wenn G8-erprobte Bürger_innen Naziaufmärsche blockieren?

Tausende Zecken auf einem Haufen
Wochenendkommunismus – wie wird der aussehen? Werden Erfahrungen mit dem Zusammenwohnen von ziemlich vielen Leuten weiterentwickelt? Für mich zählt dazu auch der Umgang mit ätz-Verhalten von eigenen Leuten, aber auch dazu welche Unterstützung wir uns zwischen den Aktionen geben können.

Inhalte, Selbstverständnis, Selbstverständigung
Breite Teile der linken reden über das gleiche Event – Bewegen sich dabei Leute inhaltlich, werden Trennungslinien klarer oder sogar weniger? Wie werden die saftigen Streits, und die gibt es immer, geführt? So, das etwas dabei rumkommt? Das Campinski lässt hier nichts gutes vermuten, aber wir werden sehen.

Themen und Impulse
Verschiedene Kämpfe sollen zusammenkommen – werden sie inhaltlich und praktisch nebeinanderstehen, als endlose Aufzählungen in den Aufrufen und separate Blöcke auf den Demos? Oder werden systematisch Verbindungen gesucht zwischen den verschieden Themen, sei es jetzt globale Landwirtschaft, Migration oder Arbeitsbdingungen in den Metropolen, und wird dafür ein gemeinsamer praktischer Ausdruck gefunden?

Küsst die Faschisten
In Meckpomm hat es viele Nazis, aber für kurze Zeit viele entschlossene Linke. Was wird an Naziinfrastruktur noch stehen, wenn der Gipfel vorbei ist? Werden lokale Faschos den Frust, dass sie sich eine Woche lang nicht die Thor-Steinar Jacke anziehen konnten an den nächstbesten Linken oder Migrant_innen auslassen? Oder werden sie dafür zu eingeschüchtert sein? Was ist mit dem 02.06, wieviele fahren nach Schwerin?

Alltagskämpfe
Die viele Zeit, das Geld, der Elan der in die Gipfelmobilisierung gesteckt wird, der fehlt anderswo – wird das durch das politische Signal, das von der Mobilisierung ausgeht ausgeglichen? Werden die neu politisierten Leute auch nach dem Gipfel was machen? Welche Basisinitiativen sind in der Mobilisierung vertreten, und welche nicht?


Edit – den link zum Campinski-Artikel eingebaut.

Wochenplan (ii)

Heidanei! Die Marat-Seite ist immer noch offline, damit wenigstens irgendjemand den Weg zu einer der fabulösen Veranstaltungen diese Woche findet, hier mal wieder ein Wochenplan. Frage am Rande: Wieviele Münchner_innen lesen eigentlich bisweilen diesen blog?

Mi. 09.05 Mittwochskafe
Oaxaca Veranstaltung, veranstaltet vom Ök Büro. Lecker Essen und Musik aus der Konserve gibt es auch.

Do, 10.05 Roots Bar
Antifaschistisches Skinheadkafe

Fr, 11.05
Infoabend der Karawane München, zur Karawanetour nach Heiligendamm und zum G8 und Migration-aktionstag. Nachher Party.

Fr. 12.05 Sicherheitsgefährder
Party der J.o.G. München, Dresscode: Ganovenstyle.

So. 13.05 20:00 (Tickets) Grosse Anti-G8 Versammlung!
Es geht darum Anreise (Gruppentickets) und weiteres abzukaspern.

Alle Veranstaltungen sind im Marat – Thalkirchner 104, Nähe Goethplatz.