Definitionsmachtaktion, und Indy-Reaktion

Gerade via infosyndikat gefunden: Antisexistische Aktion im nächtlichen Berlin.
Der Artikel, in dem eine Aktion zum Thema Definitionsmacht dokumentiert wird, stand nicht auf der Startseite, was auch am Artikelanfang eigens kommentiert wird. Er war aber erstmal im open-posting verfügbar. Was mit gerade nicht klar ist, ist ob sich die dort geäusserte Behauptung er sei versteckt darauf bezieht, oder ob er tatsächlich zwischenzeitlich versteckt war.

Sei es wie es sei, dass ganze ist mal wieder ein Paradebeispiel dafür, dass auf indymedia doch eine redaktionelle Kontrolle unter engen inhaltlichen Gesichtspunkten stattfindet, wie in fast allen Medien. Nur dass sie hier hartnäckig geleugnet wird. Andere Beispiele sind die vielen Il Manifesto Artikel zum Thema Libanon, von denen Übersetzungen auf Indy geposted wurden. Ich finds super, dass es die Übersetzungen gibt, nur ist das ein glatter Verstoss gegen die Moderationskriterien. Einer der vermutlich deshalb geduldet wird, weil die Stossrichtung der Artikel klar anti-impig ist, und damit wohl den Indy-moderator_innen gefällt.

Für den Fall dass der indy-artikel nochmal versteckt wird, poste ich ihn mal hier.

Antisexistische Aktion im nächtlichen Berlin
as support 05.02.2007 12:02 Themen: Gender
Eben wurde von Indymedia der folgnde Artikel, mit der Fadenscheinigen Begründung, er entspräche nicht den Moderationskriterien, vesteckt. Wohl, weil Die Moderatoren Etwas gegen die Position hatten, die dort vertreten wurde. Sonst werden sogar Aus dem Spiegel reinkopierte Texte oder Positionierungen von Gruppen nicht versteckt, und vor allem nicht so schnell. Indymedia leistet damit einer Tendenz Vorschub, die sich in der „Linken“ ausbreitet: Feminismus (und andere kritische Positionen) werden in den Bereich des „Nebenwiderspruchs“ verbannt, um den Frieden im Klassenkampf zu wahren. Typisch. Man sollte die Kampagne vielleicht auf Indymedia ausweiten!

In der vergangenen Nacht hat in Berlin eine konzertierte, antisexistische Aktion zum Thema „Definitionsmacht“ stattgefunden.
In der Nacht vom Sonntag auf Montag hat eine unbekannte Gruppe ein Aktion zum Thema „Definitionsmacht“ in Berlin durchgeführt. Es wurde an den Fassaden von sechs Berliner Verlagshäusern Plakate und Infomaterial geklebt, um auf das Thema aufmerksam zu machen.
Mit den parallelen Plakatierungen soll auf die derzeitig verletzende Praxis im Umgang mit Opfern von sexueller Gewalt aufmerksam gemacht und die Berichterstattung in den Zeitungen kritisiert werden. Es wird in den Texten eine Definitionsmacht der Betroffenen gefordert, denn „Vergewaltigung ist nicht objektiv beweisbar!“.

Zu den sechs Verlagshäusern gehören, die Berliner Zeitung, die Junge Welt, die Jungle World, Neues Deutschland, die taz und die zitty.

Ob die Aktion in den Zeitungen aufgegriffen wird, bleibt abzuwarten.
Antisexistische Aktion im nächtlichen Berlin

In der vergangenen Nacht hat in Berlin eine konzertierte, antisexistische Aktion zum Thema „Definitionsmacht“ stattgefunden.
In der Nacht vom Sonntag auf Montag hat eine unbekannte Gruppe ein Aktion zum Thema „Definitionsmacht“ in Berlin durchgeführt. Es wurde an den Fassaden von sechs Berliner Verlagshäusern Plakate und Infomaterial geklebt, um auf das Thema aufmerksam zu machen.
Mit den parallelen Plakatierungen soll auf die derzeitig verletzende Praxis im Umgang mit Opfern von sexueller Gewalt aufmerksam gemacht und die Berichterstattung in den Zeitungen kritisiert werden. Es wird in den Texten eine Definitionsmacht der Betroffenen gefordert, denn „Vergewaltigung ist nicht objektiv beweisbar!“.

Zu den sechs Verlagshäusern gehören, die Berliner Zeitung, die Junge Welt, die Jungle World, Neues Deutschland, die taz und die zitty.

Ob die Aktion in den Zeitungen aufgegriffen wird, bleibt abzuwarten.

--- Kapagnentext von definitionsmacht.tk ---

Erklärungen zur Kampagne
Warum diese Kampagne?

definitionsmacht.tk // november 2006

Dies ist eine Kampagne für das Empowerment von Menschen, die sexuelle Gewalt, Vergewaltigung erlebt haben. Auch für diejenigen, die sich gefährdet fühlen und vor sexueller Gewalt Angst haben. Dies ist ein Aufruf an alle nicht direkt Betroffenen, sich mit der Lebenrealität der Betroffenen oder bedrohten Menschen aueinander zu setzen und sich vor Augen zu führen, wie viele Menschen damit kämpfen eine solche Erfahrung zu überleben während die Freund_innen, die Familie, das Gericht, die Gesellschaft schweigt und verleugnet, oder zum Schweigen zwingt. Wir sprechen hier von einer marginalisierten Erfahrung, nicht aber von einer Minderheit.
[ist] sexuelle Gewalt [ist] normal?!

In einer mündlichen Direktbefragung aus 2005, durchgeführt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sagte jede siebte der befragten Frauen zwischen 16 und 85 Jahren, dass sie sexuelle Gewalt erlebt hat, welche nach der engen juristischen Definition als Straftat gilt. Die Bundesriminalstatistik der Polizei registrierte für das Jahr 2004 8.831 Vergewaltigungen. Der Bundesverband autonomer Frauennotrufe geht aus der Erfahrung ihrer Arbeit davon aus, dass jede Fünfte während ihres Lebens Vergewaltigung erlebt. Viele Betroffene werden aber als solche gar nicht erst sichtbar, da sie einen Täter niemals angezeigt haben, sie nicht in ein Frauenhaus geflüchtet sind. Diese Informationen sind nicht neu! „Neu“ ist höchstens, dass seit 1998 Vergewaltigung in der Ehe als Straftat gilt. Auch dafür haben Feminist_innen lange und hart kämpfen müssen.

Sexuelle Gewalt wird fast auschließlich von Männern gegen Jungen und Mädchen im Kindesalter und gegen Frauen im Jugend- und Erwachsenenalter ausgeübt. Täter_innen und Mittäterinnenschaft durch Frauen schließen sich dabei nicht aus. Sie sind jedoch in Wirklichkeit so selten, dass es sich nicht verleugnen lässt, dass Männlichkeit und potentielle Täterschaft in unserer Gesellschaft strukturell zusammengehören. In der medialen Inszenierung weniger Präzendenzfälle erscheinen die Täter als fremde Psychopaten, als „Monster“ die mit den „normalen“ Männern nichts gemein hätten. In einer solchen Skandalisierung wird nicht nur die Identität der meisten Täter verzerrt, sondern auch die Alltäglichkeit solch menschenverachtender Taten verschüttet. Die vermeintliche Entrüstung über Vergewaltigung verstummt sofort, wenn ein sozial integrierter, vermeintlich „normaler“ Mann als Täter angezeigt wird. Dann erscheint die Anklägerin als „Monster“, die aus niederen Gründen ein unschuldiges Leben zu zerstören trachte. Die Solidarisierung mit Betroffenen weicht hier einem Menschenbild, in dem die Intergrität tausender von Frauen viel weniger wert und wichtig ist, als der bedingungslose Schutz eines ehrenhaften Lebens der Männer.

Gerade Feminist_innen haben immer wieder stark gemacht, dass Geschlechterbilder auch veränderbar sind. Männer müssen nicht sexistisch handeln. Sie müssen Sexualität nicht agressiv und gegen die Interessen und den Widerstand von Frauen ausleben und durchsetzen. Sie tun es aber immer wieder!!! Jungen, Mädchen (in größerem Ausmaß) werden von Vätern ausgenutzt. Frauen als Männern verfügbar und verführbar gedacht. Und die Gesellschaft übernimmt genau diese Perspektive. Das Übergriffige Verhalten der Männer wird gerechtfertigt („Trieb“, ihre Kleidung war zu knapp, sie hat ihn „verrückt“ gemacht) und sie wird für das Vorgefallene, verantwortlich gemacht. Sie wird als „Schlampe“, oder als hinterlistig bezeichnet. Wir fordern Sie dazu auf, mit dieser Perspektive zu brechen und Männer/sich selbst als Mann für solches Verhalten in Verantwortung zu ziehen. Damit sexuelle Gewalt nicht als „Frauen-Problem“ an die Betroffenen deligiert wird, sondern als Problem dieser Form von Männlichkeit diskutiert und angegriffen wird. Wir wollen dass Sie sexuelle Gewalt als sexistischen Normalzustand beenden! Vergewaltigung ist nicht objektiv beweisbar!
Vergewaltigung ist nicht objektiv beweisbar!

Im Gerichtssaal gilt für alle Angeklagten zunächst die Unschuldsannahme. So lange Angeklagten eine Straftat nicht nachgewiesen werden kann, gilt sier als unschuldig. Über den ausreichenden Nachweis der Schuld entscheiden die Richter_innen, nach „objektiven“ Kriterien mit Hilfe von Zeug_innen und Beweisstücken. Nun ist es in den meinsten Fällen von Vergewaltigung nicht möglich, die Tat zu beweisen. Es gibt selten dritte, die dabei waren und bezeugen können, was die Betroffene sagt. Und was kann schon ein Beweis dafür sein, dass ein Mann gegen den Willen einer Frau mit ihr „Sex“ hatte? So stehen in der Regel Aussage gegen Aussage. Neben der formellen Situation herrscht im Gerichtsaal auch ein Machtvorsprung seitens der Täter, welcher im hierarchischen Menschenbild von Männern und Frauen verankert ist. Nicht selten wird Frauen, die sich nach einer Vergewaltigung einer Gerichtverhandlung aussetzen ihre Rationalität und Glaubwürdigkeit abgesprochen. Sie muss ihre Aussage dann gegen eine Wand des Misstrauens durchsetzen, während er meistens von der Familie, und dem sozialen oder medialen Umfeld geschützt wird. Daher fühlen sich die Männer, die sich zu einer Vergewaltigung entschließen so sicher. Daher haben Frauen alles, und die Täter nichts zu befürchten.
Definitionsrecht für die Betroffenen – sofort und überall!!!

Auf dem Rechtsweg ist eine betroffene Person dazu gezwungen, die erlebte Erfahrung in aller Öffentlichkeit in allen Einzelheiten darzulegen. Dabei werden ihre persönlichen Grenzen erneut ignoriert. Es ist bekannt, dass dies in vielen Fällen bedeutet, dass sich die Tat traumatisch wiederholt. Außerdem outet sie sich in aller Öffentlichkeit: vor Freund_innen, Familie, Kolleg_innen als Opfer einer Vergewaltigung mit den verschiedenen sozialen Konsequenzen. Dies bedeutet oft Jahre der Anstrengung zusätzlich zur Verarbeitung der Gewalterfahrung. Dann werden in der Regel die Täter freigesprochen. Darin sehen viele Betroffene keinen Sinn und so müssen die wenigsten Täter für ihre Gewalt gerade stehen und Verantwortung übernehmen. Im schlimmsten Fall wiederholen sie, was ihnen so sicher ist.

Darum fordern wir das „Definitionsrecht“ für die Betroffenen. Das heißt es soll ihnen das Recht eingeräumt werden, einen Täter zu markieren ohne für die Beweislast verantwortlich zu sein. Ihrer Aussage muss Glauben geschenkt werden, da sie nicht beweisbar ist! Ihre Bedürfnisse müssen berücksichtigt werden und er die Verantwortung übernehmen! Denn nur wenn Täter endlich geoutet werden können, erscheinen ihnen Frauen, oder auch Jungen und Mädchen nicht mehr unbegrenzt verfügbar. Nur so kann die männliche Definitionsmacht und Gewalt über die Sexualität von Frauen entkräftet werden.
Entwickelt Konzepte jenseits der Täter(schutz)justiz!

Damit Menschen auf einer Augenhöhe miteinander Lust und Begehren leben können, damit nicht ständig aus Angst vor Gewalt oder wegen konkreter Erfahrungen Lust getötet wird, ist jeder und jede einzelne gefragt, den Normalzustand sexueller Gewalt anzugreifen. Vielen ist das egal, bis sie eine Betroffene kennengelernt haben.

„Nein“, „ich weiß nicht“, „ich mag Dich, aber“, „…“, – heißt Nein! Wer ein Nein nicht akzeptiert, ist ein Vergewaltiger!! Damit aber gar nicht erst so viele Menschen derartig tief verletzt werden, fordern wir einen Perspektivwechsel weg vom Täterschutz und der Verteidigung/Rechtfertigung übergriffiger Sexualität.
http://definitionsmacht.tk/
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EDIT:
06.02, ca. 2:00 früh: ein bisschen an der Leserlichkeit gefeilt.


12 Antworten auf “Definitionsmachtaktion, und Indy-Reaktion”


  1. 1 Petra 05. Februar 2007 um 20:40 Uhr

    Darum fordern wir das „Definitionsrecht“ für die Betroffenen

    und dann dieser Hammer:

    „Nein“, „ich weiß nicht“, „ich mag Dich, aber“, „…“, – heißt Nein!

    Begreift es endlich ihr elenden Sexistinnen, die Definitionsmacht hat die betroffene Frau und keine Gruppen, die sich an den Folgen ergötzen, um sich politisch aufzuspielen. Ihr habt nichts gelernt aus den Auseinandersetzungen. Ihr widert mich an.

  2. 2 Administrator 06. Februar 2007 um 1:32 Uhr

    Ich habe den Indy-Artikel hier geposted, um einer etwaigen Zensur durch eine Indy-moderationsgruppe vorzubeugen, tatsächlich ist der Artikel auf indymedia aktuell versteckt. Ob ich mit der Aussage des Papers der Gruppe 100% überneinstimme oder nicht, darüber habe ich mir noch garkeinen Kopf gemacht. Wenn ich die Aktion und ihre Inhalte total knülle oder problematisch gefunden hätte, hätte ich das wohl nicht so geposted – aber primär ging es mir in diesem Beitrag um die Zensur auf indymedia, und dass diese in meinen Augen nicht inhaltlich begründet wird.

    @ petra
    Ich bin aber nicht in der Definitionsmachtcrew, die die Aktion gamcht und das Paper dazu verfasst hat, falls du dass annimmst.

    Eine Diskussion über Definitionsmacht und -Recht werde ich in meinem Blog nicht total abblocken, haarsträubenden Scheiss schon.
    Ein_e bessere_r Streitpartner_in ist aber vermutlich Mpunkt.

  3. 3 konsequent 06. Februar 2007 um 12:43 Uhr

    Und was Antisemitismus ist, bestimmen JüdInnen, was Rassismus ist bestimmen MigrantInnen, was Imperialismus ist bestimmen die Leute in vom Westen angegriffenen Länder, was Homophobie ist bestimmen Homosexuelle, was Islamophobie ist betsimmen Muslime&Muslima, usw. – alle anderen habne dazu das Maul zu halten. Oder?

  4. 4 Administrator 06. Februar 2007 um 13:27 Uhr

    @konsequent:
    So wie ich den Artikel gelesen hab, geht es nicht um die Definitionsmacht über Sexismus, sondern um konkrete Übergriffe Grenzüberschreitungen. Und wann jemandes Grenzen überschritten sind, kann diese Person letztendlich nur selbst bestimmen.
    Natürlich kann ich auch ohne selbst von einem Unterdrückungsverhältnis betroffen zu sein eine Position dazu haben, muss ich eigentlich auch. Auch in dem oben zitierten Text ist davon die Rede, was Männer tun können.

    Allgemein ging es mir ja mit dem Post eher um die Politik von indymedia. Da wurde der Artikel noch 2 mal geposted, und einmal wieder versteckt(versteckt, nicht versteckt – hier wurde aber der Kampagnentext abgeschnitten). Auf meine Frage, warum der Artikel versteckt wurde, erhielt ich die Antwort dass er doppelt geposted worden sei. Was mir daran schleierhaft ist, ist warum der ältere Artikel verstekt wurde.

    Und, ich habe nochmal nachgeguckt – laut indy-moderationskriterien sind Übersetzungen auch von Massenmedien schon okay, das mit den Il Manifaesto Artikeln ist also kein Bruch der Moderationskriterien.

    Was mich noch interessieren würde, ist warum der Artikel mindestens dreimal auf indy geposted wurde.

  5. 5 wtfl 06. Februar 2007 um 15:14 Uhr

    Der Artikel wurde von „as“ geposted. Dann wurde er zweimal versteckt, ich hab ihn immer wieder geposted, weil ich das Verstecken unmöglich fand. Ich hatte ihn halt noch im Cache.

    Und das das nötig war, zeigt finde ich die Abwehr, die der Artikel erzeugt hat (Die Kommentare, und dass er von eifrigen Mods versteckt wurde)

  6. 6 wtfl 06. Februar 2007 um 15:15 Uhr

    zweimal wieder geposted, um genau zu sein

  7. 7 Administrator 06. Februar 2007 um 18:06 Uhr

    @wtfl:
    Danke für die Aufklärung.
    Ich fand das Verstecken auch unmöglich, deshalb steht er auch hier.

  8. 8 wtfl 06. Februar 2007 um 18:23 Uhr

    Und dein Link hierher ist jetzt im Graubereich gelandet, aber das weißt du sicher schon?

  9. 9 Administrator 06. Februar 2007 um 19:28 Uhr

    @wtfl
    Das war zu erwarten. Finde ich aber nicht so wichtig.

  10. 10 anonyma 08. Februar 2007 um 3:48 Uhr

    „Und wann jemandes Grenzen überschritten sind, kann diese Person letztendlich nur selbst bestimmen.“

    selbstredend. und dann was?
    meine grenzen sind ueberschritten zb wenn jemand mit mir redet, mit dem ich nicht reden will.
    mich jemand anfasst (sozialarbeiter machen das gerne, so am arm fassen, uaergh), von dem ich beim besten willen nicht angefasst werden will.
    da muss ich sagen, lass es, junge oder maedchen, ich hab da kein bock drauf. und ganz klar liegt die definitionsmacht darueber bei mir. bei keinem sonst.
    bei dem straftatbestand vergewaltigung haben wir aber frueher oder spaeter den staat eingeschaltet.
    das frauen vergewaltigungen anzeigen und das polizei und gerichte frauen diese anzeigen nicht mit unangenehmen bis entwuerdigenden befragungen wieder erleiden lassen, war viele jahre ein feministisches ziel. das offenbar wird, was im geheimen vorgeht, das die maenner vom staat bestraft werden, das die frauen nicht in die position „sie wollte es ja, der rock war so kurz/sie hat geflirtet/etc“ gedraengt werden, dafuer waren die vergewaltigungsnotrufe der 70er und 80er jahre da.

    das damit gemeint war: ein komischer typ uebrfaellt einen auf dem weg nach hause, geschenkt.
    eine vergewaltigung im nahbereich ist viel schwerer zu „beweisen“, zb vergewaltigung durch den ehemann.
    das hat sehr lange gebraucht, diese vergewaltigung in der ehe als einen straftatbestand zu bekommen.

    date rape ist zum beispiel eine kategorie, die in deutschland noch kaum verwendet wird, aber sicher nicht, weil es das hier nicht gibt.
    ach, was weiss ich, eine loesung kenne ich dafuer nicht.

  1. 1 MPunkt Trackback am 05. Februar 2007 um 21:33 Uhr
  2. 2 Mpunkts Lesestärke | bikepunk 089 Pingback am 12. Februar 2007 um 19:12 Uhr
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