Archiv für Januar 2007

Tante Emmas funktionaler Analphabetismus

Tante Emma schimpft viel und gern. Da kommt dann viel Polemik bei raus, die, wie so oft bei bei Polemiken, für ernsthafte Auseinadersetzungen nicht zu gebrauchen ist. Ein super Beispiel ist dieser, von mir schonmal gedisste, Beitrag. Weil, anstatt z.B. AntiImps dafür zu kritisieren was sie tatsächlich vertreten (da gäb’s aus meiner Perspektive genug, und aus Tante Emmas noch mehr) werden ihnen noch ekligere Inhalte untergeschoben um sie um so besser bashen zu können.
Mir fehlt so ein bisschen der Nerf, allen Unterstellungen in Tante Emmas Text nachzugehen, deshalb konzentriere ich mich auf die Sachen, die sich auf das Gegeninformationsbüre beziehen. Hauptsächlich nicht um deren Ruf zu retten, sondern um die Glaubwürdigkeit von Tante Emma zu smashen.

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Wer hat die Siko – Broschüre noch gelesen?

Unter dem Titel „In Bewegung bleiben“ hat ein Münchner AutorInnenkollektiv eine Broschüre über einen Zwischenstand von 5 Jahren Siko-mobilisierung veröffentlicht. Das hier ist ein Werbeblock, und eine Frage wer die sonst noch gelesen hat, bzw. nach Rezensionen, Anmerkungen, etc. Besonders interessant wäre eine Diskussion über Kampagnenpolitik jenseits von (oder ergänzend zu) abstrakten, ideologiekritischen Diskussionen wie sie zur Zeit allenthalben geführt werden.
Die Broschüre wurde bei den Razzien in München und Erlangen letzte Woche kriminalisiert, erwartungsgemäss sind die Staatsanwaltschaftenen anderswo nicht ganz so durchgeknallt und sie ist noch in gutsortierten Info- und Buchläden erhältlich. Eine Leseprobe gibt es hier. In Anbetracht der Kriminalisierung fände ich es ein politisch spitzenmässiges Signal wenn die Broschüren in nächster Zeit weggehen wie warme Semmenln.

Noch mehr Traditionspflege

zum angreifen habe ich grade im Aufruf der müncher FAU gegen die Siko entdeckt:

Ausrüstung ist das eine, doch nicht alles. Soldaten kämpfen nicht nur, sondern sterben und sie müssen wissen warum sie sterben und sterben werden.

Vor über 50 Jahren wurde die Bundeswehr gegründet, die BRD wurde Frontstaat gegen die osteuropäischen Länder und die Sowjetunion. Aufgebaut wurde die Bundeswehr von ehemaligen Wehrmachtsoffizieren und sie bekennt sich durch ihre Traditionspflege auch dazu.

Dieses Jahr ruft der Kameradenkreis der Gebirgsjäger, in dessen Reihen sich viele ehemalige Wehrmachtssoldaten und Kriegsverbrecher befinden, zum 50. Treffen der Gebirgsjäger in Mittenwald auf. Die Treffen der Gebirgsjäger sind nur die Spitze des Eisberges.

So sind auf der Homepage des Bundes Deutscher Fallschirmjäger die Bezüge zur Nazi-Wehrmacht in Wort und Bild mehr als offensichtlich.

Beobachtung verdient auch der Kameradenkreis der 1. LLDiv/KLK/DSO, der ausdrücklich die “Angehörigen der alten Fallschrimtruppe” miteinschließt. Zur Division Spezielle Operationen (DSO) gehört auch das Kommando Spezialkräfte (KSK), das in Afghanistan nicht umsonst in Verruf geraten ist. Die alten Kriegsverbrecher treffen sich hier mit den neuen Kriegsverbrechern aus den Afghanistan-Einsätzen. Man kommt nicht umhin, solche Treffen als Selbsthilfe-Verbände von Kriegsverbrechern ansehen zu können. Im Zuge des

Jahrestreffen dieses Verbandes bei der DSO in Regensburg am 30.6.2007 und 1.07.2007 bewegen sich dann Wehrmachts-Kriegsverbrecher in einer Bundeswehrkaserne und die Bundeswehr wertet dieses Treffen dann auch noch durch einen Tag der offenen Tür in der Regensburger Nibelungen-Kaserne auf.

AD-Polemik, Lektion 1

Ein Paradebeispiel für inhaltlich mau begründete Bewegungsdisse lieferte uns die Kolonialwarenhändlerin Tante Emma hier.
Das Rezept ist denkbar einfach: Mensch sucht sich die, in der eigenen Wahrnehmung, bescheuertesten Zusammenhänge. Hier sind das grob die Gruppen, die sich zum „Ani-G8 Bündnis für eine revolutionäre Perspektive“ zusammengeschlossen haben. Die werden dann zu StellvertreterInnen der kompletten Mobilisierung aufgebauscht, dass auch andere mit anderen Inhalten gegen den G8 mobilisieren wird nicht erwähnt. Stattdessen gibt es eimerweise Disse, immer bezogen auf ein paar Zusammenhänge, die aber doch die ganze mobilisierung meint – „Wenn man mit genug Dreck schmeisst wird schon etwas hängen bleiben scheint die Devise zu sein.“

Verbindlicher Terminhinweis

Gestern haben die Bullen ein paar Razzien veranstaltet. Genaueres steht auf indymedia, indynews, bei den Bullen und auf der Mobilisierungsseite gegen die Siko. Es geht um Blockadeaufrufe zum G8, vor allem aber darum mal wieder kurz vor der Siko einen kleinen Rundumschlag zu veranstalten.

So gehts nicht, also gibt’s morgen (Freitag, 19.01) eine Demo am um 18:30 Marienplatz.

Nazi Geisterbahn

Darüber, dass einer aus München zu einer Geldstrafe verknack wurde weil er Flyer zum Buch “Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus” verteilt hatte, wurde ja schon viel geschrieben. Ich würde drauf wetten dass das Buch total bescheuert ist (hab halt ne‘ hohe Meinung vom Grigat). Wichtig David juristisch/politisch zu supporten ist es trotzdem, und extraabsurd ist die Geschichte wenn mensch sich ein paar andere Vorkommnisse aus Mittenwald anguckt:
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Blöd, blöd, blöd: Kampagnenwikis für alle.

„I am launching today a new Wikia website aimed at being a central meeting ground for people on all sides of the political spectrum who think that it is time for politics to become more participatory, and more intelligent.“ schrieb Jimbo Wales hier über dieses Projekt. Will der denn intelligente Nazis?
Beispiele für das, was da so ausgeheckt wird, finden sich hier.
Aber wie ist der richtige Umgang mit sowas, jetzt wo die Infrastruktur steht? Ignorieren? Vandalismus? Soweit als möglich nutzen?
Und wieso kommt irgendwer auf so einen Mist?
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Münchens einziger autonomer Freiraum, und seine Marktposition

Das Feierwerk hat vor Jahren versucht irgendwas an seinem Image, oder seiner Marktposition zu tun – nicht weiter wichtig. Lustig ist, das dafür verschiedene Locations des Münchner Nachtlebens unter die Lupe genommen wurden, darunter auch das Marat.
Wer also wissen will, wie die Marktposition des Marat vor knapp 3 Jahren war, soll sich das mal reinzeihen.

Geld kriegen mit wenig Arbeit, dos and don‘ts.

Falsch gemacht haben es die Kollgen, die in Metz mit viel Brimborium („panzerbrechendes Hohlladungsgeschoss“, Sprengstoff, Kalashnikovs) einen Geldtransporter überfallen, einen Wachmann getötet und 2 schwer verletzt haben. Die Beute: 20.000 euro. (Bericht1,Bericht2)
Cooler war da schon der Opi aus Tirol, der über Jahre hinweg immer mal nach München gefahren ist und unmaskiert Banken und Geschäfte ausgenommen hat, alles in allem hat er 30.000 euro gemacht. Über 5 Jahre sind das 500 euro pro Monat, das bessert die Rente auf. Leider hat ihn jemand verpfiffen, dank Scheissaktenzeichen xy. (Bericht)

An Pfingsten schon was vor?

Da findet das alljährliche Treffen des „Kameradenkreises Gebirgstruppe“ statt, wo sich die Schlächter von Kephallonia, Komeno, Distomo … ihr Stelldichein geben.
Die Kampagne dagegen hat sich hier auf blogsport ein Plätzchen eingerichtet. Also auf nach Mittenwald, Kriegsverbrecher stressen – denn wir wollen weg damit!

p.s. wer keine Ahnung hat worums geht, google bemühen oder die Kampagnenseite, oder in den comments fragen.